18.05.2017 - 11:40

Bosch bringt Coup nach Paris

Bosch skaliert das eigene Roller-Sharing deutlich schneller, als man es in der Branche bisher vermutet hatte. Noch in diesem Sommer sollen 600 leihbare eScooter in der französischen Hauptstadt Paris verfügbar sein.

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Bosch nennt den Erfolg von Coup in Berlin als Grund für die schnelle Expansion. In der Bundeshauptstadt hatte die 100-prozentige Tochter des Bosch-Konzerns zuletzt bis zu 1.000 elektrische Roller des taiwanesischen Startups Gogoro auf die Straßen gebracht und gleichzeitig das Geschäftsgebiet deutlich erweitert. „Der Start von COUP hat die Erwartungen übertroffen“, erklärt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

In der aktuell veröffentlichten Pressemitteilung ist die Rede von der „Shared-Mobility-Plattform Coup“. Bisher kann man über eine Android- und eine iOS-App die eRoller reservieren, buchen und freischalten. Bosch sieht Coup selbst als eine einfach nutzbare Alternative zu ÖPNV, zum eigenen Auto oder Taxi in Paris. Es bleibt also abzuwarten, ob Coup „nur“ die Plattform für elektrische Leihscooter bleibt oder ob der Plattformgedanke auch durch weitere Mobilitätsservices ausgebaut wird. Denn im Hintergrund arbeitet der Bosch-Konzern an einer weiteren Mobility-Plattform namens „Mobikee“. Auf der dazu gehörenden Webseite wird in einem Promo-Video eine Smartphone-App vorgestellt, die den digitalen Zugang zu verschiedenen Sharingservices ermöglichen soll. Das ist ein bereits bekanntes Konzept, das zuletzt zum Kauf des Berliner Startups Carjump durch den französischen PSA-Konzern führte. Carjump firmiert inzwischen unter der Marke „Free2Move“, die PSA auch für den Wiedereinstieg in den us-amerikanischen Markt weiter ausbaut.

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Coup soll in Paris jeder nutzen können, der einen Führerschein der Klasse B oder eine internationale Fahrgenehmigung besitzt und über 21 Jahre alt ist. Mit der dazugehörigen App finden Nutzer den nächstgelegenen eScooter, reservieren ihn, buchen und können direkt losfahren – ein Schlüssel ist nicht erforderlich. Ein Helm sowie zwei austauschbaren Batterien befinden sich unter dem Sitz. Das Aufladen der Akkus übernimmt Coup mit einer eigenen Serviceeinheit. Die mit Ökostrom betriebenen Roller fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h und können in extra dafür vorgesehenen Zonen innerhalb des Geschäftsgebiets von Coup abgestellt werden. Das Preismodell in Paris soll wie in Berlin einfach sein und für die Nutzer kalkulierbar – abgerechnet wird in 30-Minuten-Schritten, sogenannten Rides. Für einen Ride berechnet Coup in Paris vier Euro, danach fällt für jede angefangene zehn Minuten-Einheit ein Euro an.

Autor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Robert Bosch GmbH

Autor: jst

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18.05.2017 11:30