17.11.2020 - 08:12

Doku-Tipp: Wie kann umweltfreundliche Mobilität aussehen und wie setzt man sie um?

Mit diesem Thema beschäftigen sich die SWR-Dokumentationen „betrifft: Hat das Auto Zukunft? Der Kampf um unseren Wohlstand“ und „betrifft: Ohne Auto mobil – wie kann das gehen?“ sowie der SWR-Bürgertalk „mal ehrlich“ am 18.11.2020, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen, in der ARD Mediathek und auf Youtube.

Wie kann umweltfreundliche Mobilität aussehen und wie setzt man sie um? Die Automobilindustrie muss den Umstieg auf alternative Antriebe stemmen und viele fragen sich, wie viel Arbeitsplätze das am Industriestandort Deutschland kosten könnte. Kommunen blicken mit Sorge auf schwindende Steuereinnahmen. Verunsicherte Autokäuferinnen und Käufer wissen nach Meinung des SWR nicht, auf welche Antriebsart sie in Zukunft setzen sollen. Auch ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr, Gemeinschaftsautos und autofreie Städte werden diskutiert. Zwei SWR Dokumentationen aus der „betrifft:“-Reihe und ein SWR Bürgertalk sollen im Rahmen der ARD Themenwoche #WIE LEBEN – BLEIBT ALLES ANDERS sollen den Wandel in Bezug auf das Auto portraitieren.

„betrifft: Hat das Auto Zukunft? Der Kampf um unseren Wohlstand“ – 20:15 bis 21 Uhr

Wie Theofilos Sachanidis geht es vielen im Südwesten, der Heimat von Daimler, Porsche, Bosch und Mahle: Nach 20 Jahren im Betrieb wird er arbeitslos. Seine Firma, Zulieferer für die Automobilindustrie in Aspach, wird geschlossen. Arbeiterinnen sowie Arbeiter und Gewerkschaften sprechen von einer Krise, Unternehmen und Konzerne nennen es lieber Transformation. „Das ist eine Herausforderung, die wir meistern werden“, sagt Helmut Stettner, Werksleiter von Audi in Neckarsulm. Die geringe Auslastung der Produktion und das Streichen ganzer Schichten sei ein Zeichen für die Neuorientierung. Weg vom reinen Verbrennungsmotor hin zu Hybrid-, Elektro- oder sogar Brennstoffzellen-Antrieben. Jahrelang sprudelten in Städten und Gemeinden die Gewerbesteuereinnahmen. Doch jetzt, während der Transformation, wird das Geld weniger, auch in Uhingen. Das stellt Bürgermeister Matthias Wittlinger vor große Herausforderungen. Was kann sich die Stadt noch leisten, an was wird gespart? Die Dokumentation von Jenni Rieger und Julian Gräfe zeigt den bröckelnden Glauben an den „Wohlstand durch das Auto“, den man an Stammtischen, in Betrieben und in den Gemeinden oft findet. Was verändert sich, wenn die Automobilindustrie schwächelt? Wie kann die Krise gemeistert werden – und was kommt danach?

„betrifft: Ohne Auto mobil – wie kann das gehen?“ – 21 bis 21:45 Uhr

Die Automobilindustrie steht am Anfang eines bedeutsamen Umbruchs. Noch in diesem Jahrzehnt soll im Verkehrssektor fast die Hälfte des CO2-Ausstoßes eingespart werden. Doch mit dem E-Auto allein ist es nicht getan. Der Film von Stefan Tiyavorabun begleitet Menschen bei ihrem Versuch, eine Verkehrswende umzusetzen. So wirbt Michaela Hausdorf in Riol an der Mosel für ein elektrisches Gemeinschaftsauto in ihrem Ort. Dafür muss sie 20 Autofahrerinnen und Fahrer zum Umsteigen bewegen – und das in einer Region, in der kaum Busse oder Bahnen fahren. In Luxemburg ist seit 1. März 2020 der gesamte öffentliche Bus- und Bahnverkehr kostenlos. Die Umsetzung war ein harter Job für Alex Kies, den leitenden Verkehrsplaner des Landes. Welches Potential steckt in dem Luxemburger Modell? Sollten es sich deutsche Städte und Kommunen als Vorbild nehmen? Die Fridays for Future Aktivistinnen Maja und Lena kämpfen für ein autofreies Konstanz. In der Bodenseemetropole, die als erste deutsche Stadt den Klimanotstand ausgerufen hat, wird um jeden Meter Straße hart gerungen. Die Auseinandersetzungen mit dem Thema der umweltfreundlichen Mobilität, stehen exemplarisch für Diskussionen, die in den kommenden Jahren überall erwartet werden.

„mal ehrlich … wer stoppt die Autoraser?“ – 22 bis 23 Uhr

Der SWR Bürgertalk beschäftigt sich mit zu schnellem Fahren: Es ist die Hauptursache für schwere Unfälle auf Autobahnen. Aber auch auf Landstraßen und sogar in Innenstädten kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen durch Autoraser. Alarmiert ist die Öffentlichkeit aber erst, wenn es zu spektakulären, tragischen, tödlichen Autorennen kommt wie 2016 auf dem Berliner Kudamm oder Anfang Oktober auf der A66 bei Wiesbaden. Warum passiert das immer wieder? Was geht in den Köpfen der Drängler und Raser vor? Ist das überwiegend fehlende Tempolimit auf deutschen Autobahnen schuld an der gefährlichen Raserei? Warum hat Deutschland kein allgemeines Tempolimit wie überall sonst in der westlichen Welt? Über das Thema spricht Moderator Florian Weber mit Betroffenen und Politikerinnen und Politikern. Zu Gast sind die Europaabgeordnete und Verkehrsexpertin Anna Depernay-Grunenberg (Grüne BW) und die stellvertretende FDP-Vorsitzende in Rheinland-Pfalz, die Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser. Experte in der Sendung ist der Unfallforscher Siegfried Brockmann.

Die Dokumentationen sind ab dem Vortag der Ausstrahlung, 16 Uhr, ein Jahr lang in der ARD Mediathek zu sehen unter www.ardmediathek.de und auf dem SWR Doku-Kanal bei Youtube >>

Foto: Free-Photos auf Pixabay

Autor: jst

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