18.08.2020 - 18:10

Ausgezeichnet!

Die Ingenieure von Mercedes-AMG HPP wurden von der Royal Academy of Engineering für ihren Einsatz im Kampf gegen Corona geehrt. Das Team hatte gemeinsam mit dem University College London Geräte für die Atemhilfe während der Pandemie entwickelt. Glückwunsch!

Die Royal Academy of Engineering hat den Sonderpreis des Präsidenten für Dienste während der Pandemie an das Team hinter der UCL-Ventura CPAP Atemhilfe verliehen. Die Auszeichnung würdigt die außergewöhnliche Ingenieursleistung im Kampf gegen Corona in ganz Großbritannien.

Das UCL Ventura Team ist eine Zusammenarbeit von Ingenieuren und Technikern von Mercedes-AMG HPP und des University College London (UCL) sowie Intensivpflegeberatern der Uniklink University College London Hospital. Die Projektgruppe entwickelte eine Atemhilfe, genannt Continuous Positive Airway Pressure (CPAP), erhielt eine behördliche Zulassung dafür, verbesserte das existierende Modell und stellte in Rekordzeit 10.000 CPAP-Geräte für das staatliche Gesundheitssystem in Großbritannien her. Gleichzeitig stellte die Initiative das Design und die Produktionsinformationen kostenlos zum Download zur Verfügung. Diese Anweisungen wurden seitdem von mehr als 1.900 Organisationen aus 105 Ländern heruntergeladen.

Der positive Effekt der CPAP-Geräte bei der Behandlung von Corona-Patienten wurde zuerst in China und Italien entdeckt, wo die Geräte Krankenhaus-Patienten mit oxidierter Druckluft beim Atmen halfen. Die Krankenhausdaten zeigen, dass rund 50 Prozent der Patienten, die mit CPAP behandelt wurden, keine Beatmung benötigten. Das war nicht nur besser für die Patienten, die dadurch keine invasive, mechanische Beatmung benötigten, sondern bedeutete auch, dass die knappen Beatmungsgeräte für jene Patienten genutzt werden konnten, die sie am meisten benötigten.

Von der ersten Diskussion über das Konzept bis zum vollständigen Design, der Produktion und dem Test des ersten Prototypgeräts vergingen für die Projektgruppe weniger als 100 Stunden. Alles in allem benötigte die Gruppe vom ersten Meeting Mitte März bis zur Herstellung aller 10.000 CPAP-Geräte für das britische Gesundsheitssystem im Mercedes-AMG HPP Technologiezentrum in Brixworth gerade einmal vier Wochen.

Mercedes-AMG HPP stellt normalerweise Motoren und Antriebsstränge für die Formel 1, die Formel E und High-Performance Hybrid-Straßenfahrzeuge her. Um so schnell 10.000 CPAP-Geräte produzieren zu können, wurde das gesamte Technologiezentrum umgestellt. Maschinen, die normalerweise Komponenten für F1-Motoren produzieren, wurden zur Herstellung der CPAP-Geräte umprogrammiert.

Herzlichen Glückwunsch für diese Auszeichnung!

Autor: jst

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