TESTS & SCIENCE

20.Februar 2019

Studie „Branchenkompass Automotive 2019“


Studie "Branchenkompass Automotive 2019"

Quelle: Sopra Steria Consulting, F.A.Z.-Institut

Die Studie „Branchenkompass Automotive 2019“ zeigt auf, dass Automobilhersteller und Zulieferer die Zukunft der Branche im autonomen Fahren sehen. Dementsprechend hoch sind die Investitionen der Automobilkonzerne in Deutschland in diesem Sektor.

Diese müssen vor allem mit den Wettbewerbern aus den USA und Asien mithalten. Da überrascht es nicht, dass Unternehmen wie Volkswagen und Bosch das Ranking im Patentbereich autonomes Fahren anführen. Während Daimler sich auf die Entwicklung fahrerloser Lkw konzentriert, hat sich Bosch sogar gegen die Entwicklung von Batterien für E-Autos entschieden, um sich auf teil- und vollautonome Fahrzeuge zu fokussieren. Die Befragung ergibt 11 Prozent der Automobilhersteller und Zulieferer, die aktuell in automatisiertes Fahren investieren. Die Autobauer investieren dabei häufig in Deutschland breit in digitale Technologien, um die Abhängigkeit von Übersee-Firmen zu reduzieren.

„Autonomes Fahren erfordert ein Maximum an Sicherheit, damit die Fahrzeuge später akzeptiert werden. Deswegen ist es Pflichtaufgabe für die Automobilbranche, Vorreiter auf diesem Gebiet zu werden“, sagt Lutz Kauertz, Leiter des Geschäftsbereichs Manufacturing von Sopra Steria Consulting.

Die Investitionen umfassen dabei Posten wie Elektromobilität, Mobilitätsdienste und die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Bis 2021 legt ein Großteil der Automobilbranche vorerst seinen Fokus auf die Umsatzbringer wie die Nutzung der Digitaltechnologien in Produkten und innerhalb von Prozessen. In Anwendungen wie Connected Car und Pay as you drive investieren aktuell 43 Prozent der Unternehmen. 86 Prozent der Befragten verspricht sich zudem ein großes Geschäftspotenzial in der Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen. Ein nicht unwichtiger Schritt. Fahrassistenzsysteme bilden die Basis für vollständig autonomes Fahren. Die Entwicklung von Standards (gültige Abläufe, Datenformate und -schnittstellen) steht daher weit oben auf der Prioritätenliste. Denn nur so kann die digitale Vernetzung ermöglicht werden. Laut der Studie investieren momentan drei von fünf Unternehmen in die Standardisierung. Weitere 18 Prozent planen in den kommenden drei Jahren ihr Engagement in diesem Bereich.

Studie "Branchenkompass Automotive 2019"

Quelle: Sopra Steria Consulting, F.A.Z.-Institut

„Die breite Palette an Vorhaben zeigt, dass die Branche gerade den Umbau vom reinen analogen Produkthersteller zum digitalen Mobilitätsdienstleister forciert. Diese Digitalisierung in der Breite ist wichtig. Durch diese Vorarbeiten werden künftig auch die Investitionen in autonomes Fahren auf breiter Ebene zulegen“, sagt Lutz Kauertz.

Diesen Investitionen folgt eine Apassung der internen Organisation, um den Weg von klassischen Produzenten zu Betreibern digitaler Plattformen und dazugehöriger Ökosysteme zu beschreiten. Darüber hinaus stellen 19 Prozent der Unternehmen ein Budget für Kooperationen, Parterschaften und offene Ökosysteme bereit. So beschlossen beispielsweise Daimler, BMW und Volkswagen im Januar diesen Jahres die gemeinsame Entwicklung der o.g. Standards.

Im Herbst 2018 führte das Marktforschungsinstitut Forschungswerk im Auftrag von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut eine Befragung von 100 Entscheidern sowie Fach- und Führungskräften der Automobilbranche durch.

Zum kostenpflichtigen Download der Studie geht es hier >>

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial von Sopra Steria Consulting

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