TESTS & SCIENCE

05.August 2019

BerlKönig BC soll Pendlern im Berliner Umland künftig den Arbeitsweg erleichtern


Zwar gibt es in den Randgebieten von Berlin einige „Park & Ride“-Parkplätze, dennoch muss man – zumeist allein – mit dem eigenen Pkw dorthin gelangen. Mit dem neuen Service „BerlKönig BC“ wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit der Technologie von ViaVan die erste und letzte Meile-Verbindung zu U-Bahn-Stationen am Berliner Stadtrand vereinfachen.

Die Fahrgäste können ihre Fahrten, auch in rollstuhlgerechten Fahrzeugen, über die BerlKönig BC-App bis zu einem Monat im Voraus buchen. Der Service ist bisher für die Strecke zwischen Schulzendorf und dem U-Bahnhof Rudow, wo jede Fahrt endet, verfügbar. Kleinbusse mit zehn Sitzplätzen fahren dort montags bis freitags von 5 bis 9 Uhr und 14 bis 20 Uhr nach einem intelligenten Algorithmus, um mit minimalen Umwegen möglichst viele Fahrgäste in einem Fahrzeug unterbringen zu können.

Weitere Einsatzgebiete, wie beispielsweise die Strecken zwischen Leegebruch (Landkreis Oberhavel) und dem U-Bahnhof Alt-Tegel sowie zwischen Heiligensee und ebenfalls Alt-Tegel, sind in Planung.

Der Testbetrieb der on-demand Mobilitätslösung wird mit 1 Mio. Euro Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ finanziert. Das Projekt ist vorerst bis Ende 2020 befristet.

„Wir freuen uns die Zusammenarbeit mit der BVG durch den Launch des BerlKönig BC zu erweitern“, sagt Chris Snyder, CEO von ViaVan. „Dieser Service ist ein perfektes Beispiel dafür, wie der öffentliche Personennahverkehr und Technologie zusammenarbeiten können. Durch derartige Innovationen wird die Stadt smarter, die Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs verbessert und wir können Einzelbelegungen vergleichbarer Fahrten verringern.“

Dies ist bereits der zweite Service, den die BVG und ViaVan gemeinsam starten. Seit September 2018 der BerlKönig-Service mit 750.000 Fahrten erfolgreich im Berliner Zentrum unterwegs. Beim überwiegenden Anteil der Fahrten saßen zwei oder mehr Passagiere gleichzeitig im Fahrzeug. In Spitzenzeiten traf dies sogar auf über 97 Prozent der Fahrten zu.

80 operierende oder geplante Services bieten Via und ViaVan global bereits in knapp 20 Ländern an. Ziel ist es, die Nahverkehrsnetzwerke zu ergänzen, flexibler zu gestalten sowie Pendlern in ländlicheren Regionen den Weg zur Arbeit zu erleichtern. Wie das funktionieren kann, zeigt das Beispiel im Vereinigten Königreich in der ländlichen Gegend um Sittingbourne. Hier ist eine nicht unerhebliche Anzahl an Pendlern auf eine naheliegende Zugverbindung, mit Anschluss an einen im 40-Minuten-Takt verkehrenden Bus, angewiesen. Seit dem Start des Service, ArrivaClick, im Jahr 2018 wechselten über 50 Prozent der Pendler auf dieser Strecke von ihrem privaten Fahrzeug zu dem geteilten Service und fahren seitdem gemeinsam von und zum Bahnhof.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial von ViaVan

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