TESTS & SCIENCE

11.Februar 2019

Begleit- und Wirkungsforschung startet auf dem Testfeld Autonomes Fahren


Begleit- und Wirkungsforschung startet auf dem Testfeld Autonomes Fahren

Foto: Manuel Balzer, KIT

Auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW), wo Forschungsprojekte unter Realbedingungen Erkenntnisse für die Entwicklung des automatisierten Fahrens gewinnen, beschäftigt sich das Projekt „bwirkt“ mit Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und vernetzten Fahren. Aus den daraus gewonnenen Ergebnissen leitet es im zweiten Schritt Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Industrie und Politik ab.

Wichtige Fragestellungen hierbei sind u.a. die Auswirkungen der Forschungsprojekte selbst auf Verkehr und Technologien auf dem Testfeld, Bedeutungen für die Gesellschaft und rechte Fragestellungen. Die Auswirkungen auf den Verkehr werden insbesondere von den ForscherInnen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) unter die Lupe genommen.

„Wenn in Zukunft mehr und mehr autonome Fahrzeuge unterwegs sind, wirkt sich das voraussichtlich auf das Verkehrsverhalten der Menschen und auf den Straßenverkehr selbst aus. Diese Entwicklung müssen wir abschätzen und darauf reagieren können“, sagt Dr. Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen (IfV), der das Projekt seitens des KIT leitet. „Deshalb untersuchen wir anhand der laufenden Projekte auf dem Testfeld die Folgen des automatisierten und vernetzten Fahrens für die Verkehrsnachfrage und den Verkehrsfluss.“

Das IfV will in diesem Zusammenhang herausfinden, ob sich das automatisierte Fahren auf die Zahl der Fahrten sowie Fahrtweiten auswirkt und ob sich die Fahrtziele oder die Wahl der Verkehrsmittel verändern. Hierzu nutzt es die eigens entwickelte Software mobiTopp, mit der sich die Personen-Verkehrsnachfrage simulieren lässt.

Das FZI Forschungszentrum Informatik, Koordinator von „bwirkt“, entwickelt für die Begleit- und Wirkungsforschung ein Evaluationskonzept und analysiert die technologischen, organisatorischen und datenschutzrechtlichen Aspekte des Testfelds. Mit Hilfe dieser Evaluierung kann der Forschungs- und Ausbaubedarf abgeleitet werden. Dieser wird genutzt, um den Wissenstransfer in Richtung Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sicherzustellen. Zudem finden Statusseminare mit allen am Testfeld beteiligten Akteuren statt.

„Die Kombination der unterschiedlichen Kompetenzen der Projektpartner und der bereits laufenden Projekte auf dem Testfeld ermöglichen eine effiziente Koordinierung der Forschungsaktivitäten des Landes Baden-Württemberg im Bereich des Autonomen Fahrens“, so Zöllner, der auch Sprecher des Testfelds ist.

Das Projekt „bewirkt“ („Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und vernetzten Fahren auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) mit Schwerpunkt auf verkehrlichen Wirkungen“) wird vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit 300.000 Euro gefördert und endet am 31.12.2021.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

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