24.11.2019 - 08:35

Videooptimierung für elektronischen Rückspiegel

Bildoptimierung von Videosequenzen mit hohem Dynamikbereich

An der Hochschule RheinMain wurde ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Bildqualität in Videosequenzen gestartet. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll eine Softwarelösung entwickelt werden, die auch in weiteren Anwendungsgebieten, wie dem Automobilbereich eingesetzt werden kann.

Das entwickelte System baut auf dem ebenfalls an der Hochschule entwickelten Verfahren zur Verbesserung des Kontrasts bei Live-Übertragungen auf. Durch die neuen Erkenntnisse soll eine Softwarelösung entwickelt werden, die in Anwendungsgebieten, wie dem Automobilbereich eingesetzt werden kann.

In Videoaufzeichnungen, bei denen ein Teil des Bildes von der Sonne angestrahlt wird und ein weiterer Teil im Schatten liegt, ist es meist nicht möglich, Details in beiden Bildbereichen klar erkennbar darzustellen, da die Kameraeinstellung entweder an den hellen oder den dunklen Bildbereich angepasst werden muss. Um Details sowohl in hellen als auch in dunklen Bildbereichen sichtbar zu machen, wird in der Fotografie bereits seit längerem das sogenannte Tonemapping eingesetzt, bei dem der Dynamikumfang der Aufnahme reduziert, also die Differenz zwischen den hellsten und dunkelsten Stellen des Bildes verringert wird.

Mit dem Forschungsprojekt „EVI-Entwicklung eines Systems zur Verbes-serung des Dynamikumfangs bei Fernsehbildern“ sollen Prof. Mike Christmann und Lucien Lenzen dieses Verfahren erstmals auf live ausgestrahlte Bewegtbilder übertragen und eine virtuelle Blendeneinstellung entwickelt haben. „Mit Hilfe eines Algorithmus können so in allen Bereichen Details auch auf handelsüblichen Fernsehern deutlich sichtbar dargestellt werden“, so Prof. Christmann. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Forschungsvorhaben mit rund 84.000 Euro.

Anwendungsbereiche

Im Forschungsprojekt „Bildoptimierung von Videosequenzen mit hohem Dynamikbereich“ (BOS) wollen die Forschenden das entwickelte Verfahren nun während einer Praxiserprobung in realen Anwendungssituationen testen und so seine Funktionsfähigkeit nachweisen. Zudem sollen die möglichen Anwendungsbereiche der Methode erweitert werden. Es soll eine Software entwickelt werden, die in Echtzeit arbeitet und über die Eingabe von Parametern flexibel an unterschiedliche Aufgaben angepasst werden kann. In Frage kämen hier beispielsweise der Automobilbereich, etwa beim elektronischen Rückspiegel oder beim autonomen Fahren. „Auch in diesen Anwendungsfeldern ist es wichtig, dass Details sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bildbereichen gut erkennbar sind und dass die Daten in Echtzeit verarbeitet werden“, so Lucien Lenzen.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Hochschule RheinMain

Autor: jst
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24.11.2019 08:00