11.03.2020 - 07:51

Uber plant Pilotbetrieb in Brandenburg

Noch im ersten Halbjahr 2020 will Uber mit einem Pilotprojekt im Berliner Umland an den Start gehen. Der Fahrdienstvermittler ist derzeit noch auf der Suche nach einem geeigneten Gebiet – interessierte Gemeinden oder auch potenzielle Partner können Vorschläge einreichen.

Uber widmet sich langsam dem ländlichen Raum. Nach einem ersten Pilotprojekt in Kirchheim bei München plant die Vermittlungsplattform nun auch ein Angebot im brandenburgischen Umland von Berlin, heißt es in einer Pressemitteilung. Der neue Pilot soll noch im ersten Halbjahr 2020 starten. Uber sucht derzeit ein geeignetes Gebiet mit besonderem Verbesserungspotenzial für die Mobilität. Interessierte Gemeinden oder auch potentielle Partner können dafür Vorschläge einreichen. Außerdem will das Unternehmen alle in Frage kommenden Landkreise kontaktieren und das Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort suchen.

Mit dem Pilotversuch will Uber zeigen, wie digitale On-Demand-Dienste die regionalen Mobilitätsbedürfnisse möglichst effizient und nachhaltig bedienen könnten. Uber selbst sieht das Projekt als Beitrag für die Verkehrswende: Da sich ein flächendeckender Betrieb eng getakteter Linienverkehre auf dem Lande als wirtschaftlich schwierig erweist, nutzt ein Großteil der Bevölkerung außerhalb deutscher Städte hauptsächlich Privat-Pkws. Effiziente Zubringer- und Heimbringer-Fahrten könnten sowohl den öffentlichen Nahverkehr als auch die soziale Teilhabe der Menschen auf dem Lande stärken. Laut einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey glaubt jeder zweite Deutsche (rund 50 Prozent), dass Apps von Fahrdiensten die Mobilität im ländlichen Raum verbessern könnten (16,6 Prozent unentschieden). In der jüngeren Zielgruppe zwischen 18 und 29 Jahren sind sogar 56 Prozent der Befragten von dem Verbesserungspotenzial durch App-basierte Fahrdienste überzeugt.

Bereits seit November 2019 betreibt Uber in Abstimmung mit der Gemeinde Kirchheim bei München ein sogennantes “Rural Area”-Projekt im Umland der Bayerischen Landeshauptstadt. „Unser Kirchheim-Projekt zeigt, dass die Menschen neue Mobilitätsoptionen suchen und nutzen. Etwa zwei Drittel aller Fahrten bringen Menschen nachts sicher heim. Ein Drittel sind Zubringer zu Haltestellen des Nahverkehrs oder zwischen den Gemeinden“, so Christoph Weigler, General Manager Uber Deutschland. Maximilian Böltl, Erster Bürgermeister von Kirchheim bei München sieht das Projekt offenbar positiv: „Das Angebot schließt eine Lücke im Verkehrsangebot. Es verbessert die Mobilität unserer Bürger und erleichtert ihnen die soziale Teilhabe.“

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial von Uber Deutschland

Autor: jst
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11.03.2020 07:38