11.02.2020 - 07:54

Uber auf dem Land: Heimbringer-Service gefragt

Uber und die Gemeinde Kirchheim ziehen erste positive Bilanz: Rund 3.000 Fahrten seien in den vergangenen drei Monaten absolviert worden. Die Rückmeldungen der Bürger seien positiv. Besonders beliebt sei der „Heimbringer“-Service – ein Angebot, das zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens gilt. Der Pilotbetrieb werde verlängert.

Drei Monate nach Beginn des ersten Pilotprojektes im ländlich geprägten Raum außerhalb einer Großstadt ziehen die Mobilitätsplattform Uber und die Gemeinde Kirchheim eine erste positive Bilanz. Die Nachfrage nach einer zusätzlichen Mobilitätsoptionen im Pilotgebiet hat die Erwartungen übertroffen. Rund 3.000 Fahrten buchten die Nutzer in den vergangenen Monaten. Auch die Gemeinde erhielt viele positive Rückmeldungen von Bürgern. Um weitere Erkenntnisse über die Mobilität im ländlichen Raum zu sammeln, verlängert Uber die Laufzeit des Projektes in enger Abstimmung mit Bürgermeister Maximilian Böltl um mindestens sechs weitere Monate.

Die Zahlen zeigen, dass die Einwohner Kirchheims und der umliegenden Gemeinden vor allem den „Heimbringer“-Service nutzen. Das Angebot gilt zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens. Es bringt Fahrgäste zum Festpreis sicher nach Hause, wenn der öffentliche Nahverkehr nicht mehr regelmäßig fährt. Zwei Drittel aller Fahrten im Testzeitraum wurden nach bzw. von München gebucht, vor allem an Wochenenden. Allerdings entschied das Landgericht München I am 10.02.2020, dass die Angebote von Uber Black, Uber X und Uber Van gegen das Personenbeförderungsgesetz in der bayerischen Landeshauptstadt verstoßen würden. Welche Auswirkungen das Urteil auf das Pilotprojekt hat, ist noch nicht klar.

Ein Drittel der Fahrten dienen als Zubringer zu Haltestellen des Nahverkehrs oder für Fahrten zwischen den Gemeinden im Testgebiet. Besonders häufig nutzen deren Bürger die Uber-App zur Rush Hour morgens auf dem Weg zur Arbeit oder am Nachmittag im Feierabendverkehr. Damit erweist sich das Angebot gerade für die erste und letzte Meile als alltagstaugliche Alternative zum eigenen Auto.

Die Gemeinde Kirchheim freut sich über die positive Resonanz. „Die Zahlen zeigen, dass wir damit eine Lücke im Verkehrsangebot schließen und die Mobilität für unsere Bürger verbessern können“, sagt Erster Bürgermeister Maximilian Böltl. „Es ist gut, dass das Projekt verlängert wird und der Service für unsere Einwohner weiterhin günstig verfügbar bleibt“. Gleichzeitig wolle man im nächsten Schritt den Zugang für ältere Menschen vereinfachen. Außerdem sei es der ausdrückliche Wunsch der Gemeinde, die regionalen Taxiunternehmen stärker mit einzubeziehen. Böltl will hierzu auch einen runden Tisch anbieten, um deren Erfahrungen kennenzulernen.

„Das Kirchheim-Projekt zeigt, dass Menschen im Umland von Metropolen oder in ländlichen Gebieten Alternativen zum eigenen Auto suchen und nutzen. Sobald diese vorhanden sind, werden sie angenommen,“ erklärt Christoph Weigler, General Manager von Uber Deutschland. „Durch die Rückmeldung der Bürger lernen wir, was gut läuft und wo es noch hakt. In den nächsten Monaten wollen wir das Angebot entsprechend anpassen und unter anderem Taxiunternehmen für unsere Plattform gewinnen und ein spezielles Angebot für ältere Menschen ohne Smartphone schaffen. Außerdem planen wir das Pilotprojekt schrittweise zu erweitern und sind dazu bereits mit weiteren Gemeinden im Gespräch.“

Das Pilotprojekt umfasst zwei wesentliche Optionen: Zubringer und Heimbringer. Der Zubringer-Service wird für Fahrten innerhalb der Ortschaften von Kirchheim und Heimstetten angeboten. Der Nutzer zahlt immer fünf Euro pro Fahrt. Eingeschlossen sind dabei auch Fahrten nach und von Aschheim, Feldkirchen, Poing und Pliening.

Der Heimbringer-Service läuft zwischen Mitternacht und 5:00 Uhr, wenn der öffentliche Personennahverkehr nicht oder nur in großen Abständen fährt.Fahrten aus dem Stadtzentrum Münchens oder nach dort kosten pauschal 15 Euro. So ergänzt Uber das vorhandene öffentliche Angebot, das gerade in Tagesrand- und Nachtzeiten geringer getaktet ist. Mitunter fehlen gerade nachts Anschlussverbindungen, was die Mobilität der Einwohner stark einschränkt und sie deswegen den eigenen PKW nutzen lässt.

Uber betont, dass man – wie in allen anderen deutschen Städten auch – in Kirchheim ausschließlich mit lizenzierten Mietwagenunternehmen zusammenarbeiten würde. Alle Fahrten sind vollständig versichert und werden von professionellen Fahrern durchgeführt. Der Kunde kann den Fahrpreis schon vor der Bestellung sehen. Außerdem wird vor Fahrtantritt das Profil des Fahrers mit Foto, Automodell und -farbe, Kennzeichen und Service-Bewertung angezeigt. Die Bezahlung erfolgt automatisch und in der Regel bargeldlos per hinterlegter Kreditkarte oder PayPal.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial von Uber Deutschland

Autor: jst

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11.02.2020 07:27