23.06.2020 - 07:50

The HEAT is on – again

Der autonome Minibus des Forschungs- und Entwicklungsprojektes HEAT startet in die nächste Testphase und ist ab dieser Woche wieder in der HafenCity unterwegs. Den ganzen Sommer soll er seine Runden auf der Teststrecke drehen, diesmal mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h.

Seit dieser Woche ist er wieder in Hamburgs HafenCity unterwegs – der autonome Minibus des Forschungs- und Entwicklungsprojektes HEAT (Hamburg Autonomous Electric Transport) startet in die nächste Testphase. Den ganzen Sommer wird der 5 Meter lange emissionsfreie E-Bus dann wieder seine Runden auf der Teststrecke drehen, diesmal mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Im kommenden Jahr soll er einer der Vorzeigeprojekte im Rahmen des ITS-Weltkongresses sein.

Der Schwerpunkt der Testfahrten des überarbeiteten und verbesserten Shuttles liegt in der aktuellen Testphase auf dem Zusammenspiel zwischen Fahrzeug und Infrastruktur. Das Shuttle erhält seinen Streckenplan inklusive der zu bedienenden Haltestellen künftig von der Leitstelle, die straßenseitige Infrastruktur liefert zusätzliche Daten über das Geschehen auf der Straße. So meldet die Infrastruktur an der Strecke dem Shuttle unter anderem Informationen zu Fahrzeugen, Radfahrern oder Passanten, die sich außerhalb des Sichtfeldes seiner Sensoren und Kameras befinden. Dies ist beispielsweise dann besonders relevant, wenn Objekte sich in einer nicht einsehbaren Kreuzung befinden oder von einem größeren Fahrzeug verdeckt werden. Außerdem ermöglicht diese Kommunikation das Passieren von Ampelanlagen ohne eine Aktion des Fahrzeugbegleiters.

Die Maximalgeschwindigkeit des autonomen Shuttle liegt nun bei 25 km/h. Das Fahrzeug wird somit bis zu 10 km/h schneller als 2019 unterwegs sein. Es wird sich damit optimal in die Durchschnittsgeschwindigkeit des allgemeinen Verkehrsflusses auf der Teststrecke in der HafenCity ein.

Auf dem 800 Meter langen Abschnitt der Teststrecke operiert das Shuttle auf Basis von drei Informationsquellen: die eigene Umfeldwahrnehmung, Informationen von der durch SIEMENS bereitgestellten Streckeninfrastruktur und durch Hamburg Verkehrsanlagen (HHVA) integriert bereitgestellten neuartigen Streckeninfrastruktur sowie einer von der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellten und auf wenige Zentimeter genaue Karte über die aktuelle Strecke.

Im Fahrbetrieb werden diese drei Informationen übereinandergelegt, um die Position des Fahrzeugs sowie Abweichungen von der optimalen Position genau zu bestimmen.

In Vorbereitung auf den geplanten Fahrgastbetrieb ist der autonom fahrende Shuttlebus bereits mit einem Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Auf zwei Monitoren im Fahrzeug können später die nächsten Haltestellen mit Soll- und Ist-Ankunftszeiten sowie Informationen zum Streckenverlauf angezeigt werden.

Mit der aktuellen Testphase werden die Grundlagen für den nächsten großen Meilenstein gelegt. Ab Spätsommer 2020 sollen auch erstmals Fahrgäste mitfahren können. Ein Fahrzeugbegleiter wird dann weiterhin an Bord sein.

Eine der größten Herausforderungen im Forschungsprojekt bleiben die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Fahren ohne Fahrzeugbegleiter gemäß SAE Level 4. Autonomes Fahren wird vom geltenden Rechtsrahmen derzeit noch nicht erfasst. Entsprechend umfassend gestalten sich die Prozesse rund um die Genehmigungsverfahren, die maßgeblich von den regulatorischen Vorgaben abhängen.

Autor: jst

– PODCAST –

Wir starten mit einer neuen Staffel unseres Podcasts und freuen uns über unseren Partner Bosch Service Solutions GmbH. Für den Auftakt dieser Staffel, die 10 Folgen umfassen wird, sprechen dann auch direkt mit Arne Schönfeld. Er ist Head of Sales & Marketing für die DACH-Region bei Bosch Service Solutions. Was müssen die Services rund um die Mobilität leisten und welche Rolle spielt dabei ein Restaurant samt passendem Blumenstrauß? Das beantwortet Arne Schönfeld in der aktuellen Podcast-Folge.
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23.06.2020 07:09