13.02.2020 - 07:48

Telefónica und DEKRA eröffnen Testzentrum in Málaga

Europas neuestes Testzentrum für vernetztes Fahren hat der Telekommunikationsanbieter Telefónica zusammen mit der deutschen Prüfgesellschaft DEKRA im spanischen Málaga eröffnet. Dort sollen moderne 5G-Lösungen und „Vehicle to Everything“ (V2X)-Fahrzeugtechnologien getestet werden.

Telefónica und die deutsche Prüfgesellschaft DEKRA wollen auf dem Gelände gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern aus der Automobil- und Technologiebranche moderne 5G-Lösungen und V2X-Fahrzeugtechnologien testen. Das neue Referenzzentrum bietet ein 50.000 Quadratmeter großes Outdoor-Testfeld sowie ein europaweit neuartiges Testlabor. Dort soll sich die Nutzung verschiedenster 5G-Frequenzbänder für den internationalen Einsatz der Mobilitätslösungen erproben lassen. Damit dürfte es aktuell zu den modernsten Testzentren Europas für vernetztes Fahren zählen.

Als Teil der Telefónica Gruppe profitiert auch Telefónica Deutschland von dieser internationalen Forschung und Entwicklung. Für DEKRA dient diese Forschungsumgebung dazu, die Testtechnologien für die eiegnen Teststrecken zu entwickeln, wo diese dann der Automobil- und Mobilitätsindustrie für breit angelegte Versuche zur Verfügung stehen.

Für eine möglichst umfassende Simulation von Anwendungsfällen und realen Verkehrsbedingungen stehen vor Ort verschiedenste Straßen, Kreuzungen, unbefestigte Flächen, Leitbaken, Kreisverkehre und Tunnel zur Verfügung. Die gesamte Straßeninfrastruktur ist mit Sensoren ausgestattet, die eine mobile Kommunikation mit den eingesetzten Fahrzeugen ermöglichen. Darüber hinaus kommen weitere reale und digital simulierte Fahrzeuge zum Einsatz.

Der Forschungsschwerpunkt von Telefónica und der deutschen Prüfgesellschaft liegt künftig auf Konnektivitätslösungen, neuen Services für Bord-Entertainment und Fahrzeugnavigation sowie auf einer verbesserten Fahrzeugüberwachung und -wartung. Darüber hinaus geht es um Sicherheit und Unfallverhütung, Fahrassistenzsysteme sowie das autonome Fahren.

In der Forschungsumgebung können Unternehmen die Kompatibilität ihrer Komponenten und Mobilfunkgeräte mit unterschiedlichen Frequenzbändern testen. Dadurch stellen sie sicher, dass ihre Mobilitätslösungen in verschiedenen Märkten – beispielsweise Spanien oder Deutschland – über die jeweils zur Verfügung stehenden Frequenzbänderfunktionieren. Damit kommen die Projektpartner auch dem länderübergreifenden vernetzten und autonomen Fahren einen Schritt näher.

Das Testlabor ist mit zwei 5G-Antennen, leistungsstarken Servern und einem umfassenden Kamerasystem ausgestattet, um die Konnektivität von Bord- und Geo-Ortungsdiensten zu testen, große Datenmengen zu verarbeiten und eine Optimierung von Software- und Fahrzeugüberwachungsdiensten (Management CPD) vorzunehmen.

Das neue 5G Forschungs- und Entwicklungsgelände wurde in Zusammenarbeit mit dem Netzausrüster Ericsson mit Netztechnologie ausgestattet. Es steht sowohl Automobilunternehmen als auch Herstellern von Fahrzeugkomponenten, Geräten und Straßeninfrastruktur offen, um das vernetzte Fahren in Europa gemeinsam weiter voranzutreiben. In den vergangenen Wochen haben beispielsweise in einem sogenannten C-V2X PlugTest die internationale 5G Automotive Association und das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) zusammen mit weiteren Anbietern die Interoperabilität verschiedener C-V2X-Lösungen und -Geräte getestet.

Das erhöht unter anderem die Verkehrssicherheit. Denn laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) – der US-Bundesbehörde für Straßen und Fahrzeugsicherheit – lassen sich durch V2X-Technologien im Straßenverkehr rund 600.000 Verkehrsunfälle pro Jahr verhindern. Die Technologie kommuniziert im Fahrzeug per Mobilfunk mit anderen Fahrzeugen, LKW, Fahrradfahrern oder Fußgängern und mit der Straßeninfrastruktur wie Ampeln, Verkehrsschildern oder Absperrgeräten. Treten plötzlich Hindernisse auf, warnt das Automobil nicht nur die Insassen, sondern leitet bereits in Echtzeit erste eigene Maßnahmen ein. Gleichzeitig sorgt das vernetzte Fahren durch neue Informations- und Entertainment-Systeme für ein besseres Fahrerlebnis und mehr Komfort. Moderne V2X-Technologien können darüber hinaus einen Beitrag für die Umwelt leisten, da sich Kraftstoffverbrauch und Fahrverhalten noch genauer analysieren lassen.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Autor: jst

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13.02.2020 07:45