08.01.2020 - 20:45

Studie zu Mobility-Sharing: Akzeptanz und Bereitschaft für autonome Busse in Deutschland

Eine Kurzstudie zum Thema „Autonome Busse“ hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. veröffentlicht. Demnach wird die Idee eines autonom fahrenden Busses prinzipiell positiv aufgenommen, dennoch würden nur 40 % der Befragten vorbehaltlos in einen Bus ohne Fahrer steigen.

Weil der Sektor Mobilität sich in ständigem Wandel befindet hat im vergangenen Jahr das Kabinett der von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgeschlagenen Einsetzung der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ (NPM) zugestimmt. Dabei entwickeln sechs Arbeitsgruppen innovative Lösungen für eine moderne, nachhaltige und bezahlbare Mobilität. Um die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der neuen Technologie zu untersuchen, hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) in Zusammenarbeit mit dem Marktforscher Dialego, einen repräsentativen Querschnitt der Deutschen zu autonomen Bussen befragt.

Die daraus resultierende Studie soll zeigen: Die Idee eines autonom fahrenden Busses wird generell sehr positiv aufgenommen. 58 % der Deutschen haben bereits Erfahrung mit Shared Mobility und würden unter bestimmten Voraussetzungen einen autonom fahrenden Bus als Transportmittel wählen. „Die Menschen sind bereit für eine andere Art der Mobilität. Wir müssen uns aber mehr trauen. Innovative Mobilitätskonzepte, wie der autonome Bus, dürfen keine Zukunftsmusik bleiben“, appelliert Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi.

Das Konzept des Mobility-Sharing sieht vor, dass man von jedem beliebigen Ort starten und direkt das gewünschte Ziel erreichen kann. Unterwegs steigen Mitfahrer ein und aus. Der Vorteil: Hinter dem Steuer sitzt kein Busfahrer mehr, stattdessen kommuniziert man per App oder Telefon mit dem „Mehrpersonen-Taxi aus der Zukunft“. Dabei variiert der Buchungskanal abhängig vom Alter der Befragten. Passagiere der Generation 50+ würden einer telefonischen Reservierung den Vorzug vor einer App-Buchung geben.

Generell können sich mehr als zwei Drittel der Teilnehmer vorstellen, einen autonom fahrenden Bus zu besteigen, wenn es keine andere Transportmöglichkeit gibt. 57% der Befragten würden das Mobilitätskonzept im Falle mangelhafter Parkmöglichkeiten vor Ort nutzen und immerhin noch knapp die Hälfte (49%) der Teilnehmer kann sich vorstellen, den autonomen Bus für Fahrten zu Feiern und Veranstaltungen zu nehmen. Eher abgeschlagen sind feste Termine.

Die Zustimmung zum Konzept des Mobility-Sharing ist groß, so sehen es die Autoren der Studie. Das müsse sich nun auch in den Ergebnissen der Politik wiederspiegeln. Die Studie (PDF) finden Sie hier direkt als Download >>

Autor: jst

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08.01.2020 20:28