15.04.2021 - 08:35

Neue Broschüre zur Mobilität in Städten

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Im Rahmen des Projektes „Profilregion Mobilitätssysteme“ erforscht ein Netzwerk aus Karlsruher Forschungseinrichtungen intelligente und integrierte Mobilitätslösungen der Zukunft. Die im vom Fraunhofer ISI geleiteten Teilprojekt „Urbane Mobilität im Wandel“ gewonnenen Erkenntnisse gibt’s nun zusammengefasst in einer Broschüre.

Im Projekt „Profilregion Mobilitätssysteme“ erforscht ein Netzwerk aus Karlsruher Forschungseinrichtungen intelligente und integrierte Mobilitätslösungen der Zukunft. Im Projekt wurde nach zwei Jahren die Kernphase abgeschlossen und die im vom Fraunhofer ISI geleiteten Teilprojekt „Urbane Mobilität im Wandel“ gewonnenen Erkenntnisse in einer Broschüre zusammengefasst. Die Ergebnisse werden zudem auf dem Karlsruhe Mobility Summit 2021 vorgestellt.

Zahlreiche Städte haben Probleme mit Luftreinhaltung, wobei neue Mobilitätskonzepte oder alternative Antriebe Reduktionsmöglichkeiten bieten. Die Nutzung neuer Mobilitätskonzepte, mögliche Auswirkung auf Stadtbild und Nutzerkosten, betriebliches Mobilitätsmanagement oder Elektrotaxis waren Themen, die im gerade abgeschlossenen Teilprojekt „Urbane Mobilität im Wandel“ seit Anfang 2019 erforscht wurden. Eine Kurzbroschüre (PDF-Direktdownload) fasst nun die dabei gewonnenen Kernergebnisse zusammen und verweist auf weitere Literatur.

Die Forscherinnen und Forscher der Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe zeigen beispielsweise, dass neue City-Logistikkonzepte wie Micro-Hubs, von denen Lieferungen mit dem Fahrrad verteilt werden, schon heute finanziell lukrativ und ökologisch sinnvoll sein können. Auch bei Maßnahmen zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement, bei dem es um die Wege von Mitarbeiter:innen zum Arbeitsplatz geht, schneiden Radabstellplätze, Mitarbeitendenduschen für Radpendlerinnen und Radpendler oder Dienstfahrradangebote sehr gut ab.

Die geteilte Nutzung von Verkehrsmitteln beim Car-, Bike- und E-Scootersharing oder Ridepooling wurde ebenfalls untersucht: Hier sind die Zweiradvarianten gute Alternativen für die Kurzstrecke (weniger als drei Kilometer), die vierrädrigen für längere Fahrten. Die höhere Auslastung der Fahrzeuge kann zu sehr positiven Effekten für die Städte, aber auch auf die Nutzerkosten der Fahrzeugvarianten führen.

Auch Elektrotaxis und private Elektrofahrzeuge können einen positiven Beitrag zur Schadstoffminderung in Städten leisten, hier sind für eine Umstellung von knapp 40 Prozent der Karlsruher Taxiflotte mit etwa 60 Fahrzeugen nur fünf Schnellladesäulen an hochfrequentierten Standorten notwendig.

„Auch wenn sich viele technische Lösungen anbieten, um die Schadstoffbelastung in Städten oder global die Treibhausgase zu senken, müssen effizientere und drastischere politische Maßnahmen wie Zugangsbeschränkungen zu Städten ergriffen werden, um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Städte können aber die Keimzelle für innovative Lösungen sein, die technischer Natur sind oder Verhaltensanpassungen erfordern“, sagt Dr. Till Gnann, Teilprojektleiter vom Fraunhofer ISI.

Autor: jst

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15.04.2021 08:10