22.10.2020 - 07:53

Moovit-Report: Städter steigen vom ÖPNV auf Fahrrad und Roller um oder laufen

Das zeigt der „Future of Mobility“ Report von Moovit. Das zeigt, dass die Zahl der Fahrgäste in sechs Monaten voraussichtlich um 6 bis 17 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau liegen könnte.

Menschen in Berlin, Hamburg und München wechselten vom ÖPNV auf alternative Fortbewegungsmittel. Strecken werden vermehrt per Fahrrad, Roller oder zu Fuß bewältigt. Der Moovit Report zeigt, dass die Zahl der Fahrgäste in sechs Monaten voraussichtlich um 6 bis 17 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau liegen wird – vorausgesetzt die Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen ergreifen zusätzliche Maßnahmen.

Was ist neu: Moovit, ein Intel-Unternehmen, als Lösungsanbieter für Mobility-as-a-Service (MaaS) sowie Entwickler der App, befragte Nutzerinnen und Nutzer der Moovit App in Berlin, Hamburg und München, in wie weit sich ihre Mobilitätsgewohnheiten auf Grund der Corona-Krise geändert haben. Über die Moovit-App lassen sich jegliche Transportmittel wie Busse, U-Bahnen, S-Bahnen, Roller, Bike- und Car-Sharing, Uber, Taxis oder zu Fuß gehen einbeziehen, um ein Ziel zu erreichen. Die App wird von mehr als 865 Millionen Nutzern weltweit genutzt, heißt es seitens Moovit. Die Resultate des „Future of Mobility“ Reports von Moovit, durchgeführt zwischen dem 30. Juni und 7. Juli 2020, zeigen demnach, wie sich Mobilitätsgewohnheiten vieler Menschen weiterentwickeln und was Fahrgäste dazu bewegen würde, wieder häufiger auf den ÖPNV zu setzen.

Die größten Veränderungen zeigten sich im ÖPNV: In den untersuchten Städten Berlin, Hamburg und München sank die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln am deutlichsten. In Hamburg ging die Nutzung um fast ein Drittel zurück (31,5 Prozent), in Berlin um etwa ein Viertel (24 Prozent). Lediglich etwa jeder fünfte Münchner (18 Prozent) hingegen verzichtete auf Grund der Kontaktbeschränkungen auf die Nutzung von Bus, Tram oder Bahn.

Der „Future of Mobility“ Report zeigte jedoch, dass die Moovit Nutzerinnen und Nutzer ihre Mobilität nicht gänzlich einschränkten, sondern auf andere Fortbewegungsmittel wechselten. Strecken per Fahrrad, Roller oder zu Fuß zu bewältigen, stieg in allen beobachteten Städten während der Corona-Krise an. Als lauffreudigste Großstadt identifizierte Moovit die Hansestadt Hamburg: 70 Prozent mehr Menschen gingen zu Fuß.

Interessanterweise konnte die Studie zeigen, dass sich die Autonutzung in den beobachteten Städten nicht unmittelbar veränderte. Vielmehr zeigten im Mittel ca. 40 Prozent der befragten Personen Interesse daran, zukünftig vermehrt auf die Nutzung eines Autos zu setzen. Gründe dafür sind vor allem Sicherheitsgedanken durch weniger Kontakt mit Mitmenschen.

Der Report will zudem Wege aufzeigen, wie man Menschen ermutigt werden könnten, häufiger den ÖPNV zu nutzen und wie Nahverkehrsbetrieben geholfen werden kann, ein sicheres Umfeld für ihre Fahrgäste zu schaffen. An erster Stelle steht dabei, dass die Frequenz an verfügbaren Bussen und Bahnen erhöht werden sollte, um genug Distanz zwischen allen Fahrgästen zu gewährleisten. Weiter wünschen sich die Befragten von Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel konkrete Vorhersagen über die Auslastung von Bussen und Bahnen, um ihre Reise besser planen zu können – wie etwa Echtzeit-Informationen zu Ankunftszeiten oder über die Fahrgastauslastung.

Durch die Auswertung von Moovit zeigte sich, dass Menschen ihre Mobilitätsgewohnheiten auf Grund von äußeren Umständen dynamisch anpassen. Während der öffentliche Nahverkehr auch weiterhin eine der Säulen für die Mobilität einer breiten Bevölkerungsschicht darstellen dürfte, können zukunftsweisende Technologien wie selbstfahrende Autos oder autonome Ridesharing-Angebote hier Lücken schließen, stellt man bei Moovit heraus.

Warum ist es wichtig: Durch Kontaktbeschränkungen haben sich die Mobilitätsgewohnheiten vieler Menschen in Deutschland schlagartig verändert und Fragen zur Zukunft der Mobilität wurden gestellt. Technologische Lösungen können heute bereits für mehr Sicherheit in der individuellen Mobilität sorgen und gleichzeitig Wege in die Zukunft aufzeigen – etwa bedarfs- und nutzerorientierten ÖPNV. Der „Future of Mobility“ Report von Moovit will diese Erwartungshaltung vieler Nutzerinnen und Nutzer zeigen.

Für den Future of Urban Mobility Report wurden mehrere Tausend Nutzerinnen und Nutzer von Moovit aus den Städten Berlin, Hamburg und München befragt. Die Erhebung fand zwischen Ende Juni und Anfang Juli 2020 statt. Den befragten Personen wurden jeweils fünf Fragen gestellt, mit denen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Nutzung verschiedener Transportmittel untersucht wurde. Untersuchungsgegenstand war zudem die Frage, was die Nutzer dazu motivieren würde, wieder mehr öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Intel, Mobileye und Moovit arbeiten gemeinsam an einem vollständigen On-Demand-Mobilitätsdienst. Dieser basiert auf Moovits Mobilitätsplattform und wird durch den Einsatz autonomer Fahrzeuge mit Mobileye Technologie ermöglicht. Damit setzt Intel gemeinsam mit Mobileye und Moovit einen starken Fokus auf das Thema Mobilität, jenseits vom Gedanken, selbst in allen Bereichen alleinger Anbieter zu sein. Sämtliche Transportmittel, von ÖPNV über Car- und Bikesharing-Diensten bis hin zu zukünftig selbstfahrenden Fahrzeugen, sollen dabei innerhalb eines Dienstleistungsangebots von Moovit und Mobileye gebündelt werden.

Den Report (PDF) gibt es hier als Download >>

Autor: jst

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