06.01.2021 - 08:23

Mobilität in der Stadt der Zukunft – TU Dresden wird Netzwerkpartner

Die Fakultät Verkehrswissenschaften der TU Dresden bringt sich im „EIT Urban Mobility“ (EITUM) des größten Innovationsnetzwerkes Europas ein. Der EITUM besteht aus 48 Kern-Partnern aus 15 Ländern, darunter für Deutschland: BMW Group, Siemens, Volkswagen, Fraunhofer sowie die Städte Hamburg und München. Hinzu kommen knapp 40 „Affiliate Partner“.

Die drei Buchstaben des größten europäischen Innovationsnetzwerkes EIT stehen für „Europäisches Innovations- und Technologieinstitut“. Seit 2010 will die Europäische Union damit die Zusammenarbeit der leistungsfähigsten Institute, Universitäten und industriellen Forschungszentren in Europa fördern und stärken. Das EIT clustert seine Arbeit in bisher 8 Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities) zu aktuellen globalen Themen wie InnoEnergy, Climate, Digital, Health, Raw Materials, Food und Manufacturing – und seit 2019 auch Urban Mobility.

„Die Aufnahme der TU Dresden als Affiliate Partner in den EIT Urban Mobility ist für die TU Dresden und für unsere Fakultät Verkehrswissenschaften ein bedeutender Meilenstein. Das bringt die TU Dresden und die Fakultät insbesondere bei der Entwicklung des Potenzialbereichs ,Automatisierte und Vernetzte Mobilität‘ einen großen und wichtigen Schritt voran“, freut sich Prof. Angela Rösen-Wolff, Prorektorin Forschung der TU Dresden, über den Erfolg. Für die Fakultät bedeutet die Aufnahme ins EITUM auch einen enormen Zuwachs an Sichtbarkeit auf europäischer Ebene: „Dadurch erhalten wir Zugang zum EITUM Innovation Ökosystem und können uns mit erfahrenen und forschungsstarken Partnern innerhalb verschiedener Formate austauschen und uns in europäische Mobilitätsforschungsprojekte einbringen“, sagt Prof. Regine Gerike, Prodekanin Forschung der Fakultät Verkehrswissenschaften.

Der EIT Urban Mobility (EITUM) besteht aus 48 Kern-Partnern aus 15 Ländern, darunter für Deutschland: BMW Group, Siemens, Volkswagen, Fraunhofer sowie die Städte Hamburg und München. Hinzu kommen knapp 40 „Affiliate Partner“ – also an das Kernteam angegliederte Partner, darunter nun auch die TU Dresden. Die zentrale Koordination des EITUM ist in Barcelona/Spanien angesiedelt, mit weiteren Regionalen Hubs in Kopenhagen/Dänemark, Helmond/Belgien, München und Prag/Tschechien. Die TU Dresden ist dem Hub in Prag zugeordnet.

„Das Bewusstsein der Menschen und damit die Nachfrage nach umweltfreundlicheren, inklusiveren, sichereren und intelligenteren städtischen Mobilitätssystemen nimmt immer mehr zu. Die Mobilität der Zukunft braucht systemische Lösungen. Wir, die Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ der TU Dresden, beherrschen das, weil wir die wesentlichen dazu nötigen Einzeldisziplinen mit sehr hoher Kompetenz unter einem Dach vereinen“, so Prof. Regine Gerike. „Mobilität heute und morgen kann nur global gedacht werden. Deshalb sind solche Netzwerke wie das EIT für uns außerordentlich wichtig.“

Das EIT zielt auf die Stärkung der Innovationsfähigkeit Europas ab. Das soll durch die Zusammenführung des Wissensdreiecks Unternehmen (Wirtschaft), F+E–Institutionen (Forschung) und Bildungseinrichtungen (Bildung) bewirkt werden. Dafür werden eigenständige Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KICs) als grenzüberschreitende Partnerschaft zwischen führenden Universitäten, Forschungslabors und Unternehmen aufgebaut. Jede KIC hat eine eigene Rechtsform (Firma, Verein). Ziel der Arbeit ist die Abdeckung der gesamten Innovationskette von der Entwicklung bis hin zum Gründen von Start-Ups: Schulungs- und Ausbildungsprogramme von zukünftigen Gründern, Unterstützung von Forschung bis zur Markteinführung, Innovationsprojekte, Inkubatoren und Acceleratoren etc. Das Budget des EIT belief sich für die Jahre 2014 bis 2020 auf 2,7 Mrd. Euro. Für die Jahre 2021 bis 2027 sind 3 Mrd. Euro geplant.

Autor: jst

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