17.12.2019 - 07:09

HELLA Aglaia präsentiert Ergebnisse aus SAFARI-Projekt

In den vergangenen zweieinhalb Jahren erprobte das Projekt SAFARI unter Federführung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin den Austausch und die Aktualisierung digitaler Straßenkarten durch autonome Fahrzeuge.

Als Forschungspartner betreute die HELLA Aglaia Mobile Vision GmbH neben der Anforderungsanalyse und Systemkonzeption insbesondere den Bereich der Umfeldwahrnehmung. Bei der Abschlussveranstaltung am 10. Dezember auf dem Testfeld in Berlin-Reinickendorf stellten die SAFARI-Projektpartner gemeinsam ihre Ergebnisse vor.

Aus der Perspektive autonomer Fahrzeuge sind die Fahrsituationen auf Autobahnen oder Landstraßen meist klar strukturiert. Ganz anders sieht es im städtischen Raum aus: Baustellen oder Sperrungen einzelner Fahrstreifen erschweren die Orientierung, ebenso wie Falschparker oder Fußgänger auf der Fahrbahn. Je aktueller nun die Navigationsinformationen für autonome Fahrzeuge, desto eher können Gefahrensituationen entschärft werden. Im SAFARI-Projekt wollen die beteiligten Partner deshalb gemeinsam Technologien des hochautomatisierten und vernetzten Fahrens in einem typischen urbanen Szenario entwickeln und testen. Der besondere Beitrag des Projektes SAFARI soll darin liegen, die selbstfahrende Fahrzeuge weiter vorausschauen zu lassen, als es einem einzelnen Fahrer möglich ist.

HELLA Aglaia ist spezialisiert auf visuelle Sensorsysteme und im Rahmen des SAFARI-Prjekts eine kamerabasierte Umfelderfassung. Ziel des Arbeitspakets war neben der Selbstlokalisierung des Fahrzeugs die Wahrnehmung und Klassifizierung seiner Umgebung, um diese Informationen für andere Verkehrsteilnehmer in eine dynamische Straßenkarte einzuspeisen. Denn sind Fahrzeuge autonom unterwegs, bietet der Abgleich von Informationen aus Kartenmaterial und bildgebenden Sensoren die Orientierungsgrundlage.

Wie auch in bereits serienerprobten Fahrerassistenzsystemen werten dabei zunächst komplexe Algorithmen die Bilder der Frontkamera aus und detektieren unter anderem Fahrzeuge, Personen, Ampeln oder Fahrbahnmarkierungen. Neben diesen für die Fahrmanöver relevanten Informationen wird der per GPS ermittelte eigene Standort innerhalb der Karte durch die Erkennung von ortsgebundenen Orientierungspunkten – beispielsweise Kanaldeckel oder bekannte Straßenschilder – präzisiert.

Weiterhin erarbeitete HELLA Aglaia, nach eigenen Angaben, für SAFARI eine Freiraumerkennung, die den für Fahrmanöver geeigneten Bereich um das Fahrzeug erfasst und damit Rückschlüsse auf verfügbare Parkplätze, Falschparker oder Baustellen zulässt. Die gesammelten Informationen zu Lokalisierung und Fahrzeugumgebung wurden dabei über eine Funkschnittstelle in Echtzeit an die Kartenverwaltung übertragen. Für die Funktionsprüfung rüsteten die Testingenieure von HELLA Aglaia eigens ein Versuchsfahrzeug mit serienreifer Kameratechnik aus. Auf dem Digitalen Testfeld Stadtverkehr im Berliner Norden standen dafür rund 16 Kilometer Haupt- und Nebenstraßen zur Verfügung. Für eine Projektfortsetzung ist in Planung, die gewonnenen Daten prozessorientiert aufzubereiten. Gebündelte statistische Erkenntnisse könnten beispielsweise in der Stadtplanung Aufschluss über benötigte Parkflächen oder kritische Verkehrsknotenpunkte geben.

Das Projekt SAFARI wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und Vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“ unterstützt. Mehr Infos zum Forschungsvorhaben finden sich auf testfeld-berlin.de >>

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der HELLA Aglaia Mobile Vision GmbH und dem SAFARI-Projekt

Autor: jst

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17.12.2019 07:34