07.10.2021 - 08:26

Hamburg verteidigt Titel als „smarteste“ Stadt Deutschlands

Zum dritten Mal in Folge belegt die Hansestadt den Spitzenplatz im Smart City Index des Digitalverbandes Bitkom. Köln, Karlsruhe und München folgen mit deutlichem Abstand. Das beste Teilranking erreicht die Hansestadt in der Kategorie Mobilität.

Zum dritten Mal hat der der Digitalverband 2021 Bitkom Smart City Index erhoben. Und Hamburg verteidigt mit 88,1 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz ebenfalls zum dritten Mal. Es folgen Köln mit 79,3 Punkten auf Rang 2 und Karlsruhe mit 73,2 Punkten auf dem dritten Platz. Für beide Verfolger geht es einen beziehungsweise zwei Plätze nach oben.

„Der Smart City Index macht verschiedene Trends bei der Digitalisierung der deutschen Großstädte deutlich. Auf der einen Seite kann Hamburg seine Spitzenposition untermauern und die Konkurrenz distanzieren, das gilt mit Abstrichen auch für den ärgsten Verfolger Köln. Auf der anderen Seite rücken die dahinter platzierten Städte enger zusammen. Den Dritt- und den Zehntplatzierten trennen lediglich 4 Punkte“, sagt Bitkom Präsident Achim Berg. „Hamburg hat seine Dominanz der Vorjahre noch einmal ausbauen können und schneidet erstmals in vier von fünf Kategorien mit dem Spitzenwert ab. Die Hansestadt hat sich den ersten Platz mehr als verdient.“

Nach Meinung des Bitkom-Verbandes zeugt der Smart City Index von einer hohen Dynamik in der Digitalisierung der Städte. Eine erfolgreiche Digitalisierung setze Engagement, Kommunikation und ein funktionierendes Netzwerk voraus. „Erfolgsfaktoren für eine Smart City sind ein engagiertes Rathaus, eine Digitalstrategie, klare Strukturen, ein gut geknüpftes lokales Netzwerk und die Teilhabe der Bevölkerung. Noch wichtiger als solide Finanzen sind der Willen in der Politik und der Verwaltung und die Fähigkeit, in der gesamten Stadt Begeisterung für die Digitalisierung auszulösen“, so Achim Berg weiter.

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Je nach Region unterscheiden sich die Ergebnisse des Smart City Index. Städte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen schneiden im Mittel besser ab als der Durchschnitt, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind die Ergebnisse schlechter. Keine Unterschiede gibt es zwischen den Städten in Ost- und Westdeutschland. Zwar verfügen ostdeutsche Städte im Durchschnitt über eine schwächere digitale Infrastruktur, können das aber in der Gesamtwertung durch bessere Ergebnisse in gesellschaftlichen Aktivitäten ausgleichen.

Für den Smart City Index haben ExpertInnen von Bitkom Research insgesamt 10.773 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert. Den Indexwerten liegen öffentlich zugängliche Datenquellen zugrunde. Die 36 Indikatoren berechnen sich aus 133 Parametern pro Stadt und den Datenpunkten. Alle Indikatoren wurden normiert, d. h. auf eine Skala von 0 bis 100 übersetzt. Analysiert und bewertet wurden alle 81 Städte mit mindestens 100.000 EinwohnerInnen (Stichtag 31.12.2020) in den fünf Themenbereichen Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft. Die fünf Bereiche fächern sich in 36 Indikatoren auf, die wiederum aus insgesamt 133 Parametern bestehen – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Mülltonnen bis zur Breitbandverfügbarkeit. Vor Veröffentlichung wurde den Städten Gelegenheit gegeben, die Daten zu prüfen und zu ergänzen. 79 Prozent der Städte haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, erklärt Bitkom. Der Smart City Index wird unterstützt von Deutsche Telekom, Microsoft und Visa. Grundlage der Angaben ist eine Untersuchung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat.

Autor: jst




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07.10.2021 08:15