25.01.2018 - 11:39

Daimler Trucks-Tochter FUSO testet Platooning in Japan

Langstrecke im Verbund: Die digitale Vernetzung der Lkw trägt dazu bei Kraftstoff zu sparen und CO2-Emissionen zu senken. Long distances in a platoon: The trucks‘ digital connection contributes to the reduction of fuel-consumption and to lower CO2-emissions

Nach Tests zur elektronischen Koppelung von Lkw (Truck Platooning) in Europa und den USA fährt Daimler Trucks nun auch mit seiner asiatischen Marke FUSO im Verbund, dem sogenannten Platoon. Hierbei fährt ein schwerer Lkw vom Typ FUSO Super Great elektronisch gekoppelt und im teilautomatisierten Modus in einem Platoon mit Lkws weiterer japanischer Truck-Hersteller.

Die Fahrten finden Ende Januar auf dem Shin-Tomei Expressway in der Nähe von Tokio statt und dem Kita-Kano Expressway, nördlich der japanischen Hauptstadt statt. Der Platooning-Test wurde vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) und dem Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus (MLIT) initiiert und ist Teil der Future Strategy 2017 der japanischen Regierung. Diese Initiative verfolgt das Ziel, Innovationen wie das Internet der Dinge, Big Data und künstliche Intelligenz in sämtlichen Industrien anzuwenden. Im Nutzfahrzeug-Sektor soll Truck Platooning dazu beitragen, Kraftstoff zu sparen und CO2-Emissionen zu senken. Darüber hinaus soll Truck Platooning helfen, dass auch in Japan wesentliche Problem des Fahrermangels zu lösen.

Daimler Trucks sieht sich als führend bei automatisiertem, vernetztem und elektrischem Fahren

Daimler Trucks leistet mit seinen Lkw-Marken Mercedes-Benz, Freightliner und FUSO seit Jahren Pionierarbeit bei den Themen automatisiertes, vernetztes und elektrisches Fahren, heißt es in der dazu veröffentlichten Pressemeldung. Weltweit hat Daimler Trucks inzwischen rund 560.000 Lkw mit dem Internet der Dinge vernetzt. Für die digitale Koppelung des FUSO Super Great im laufenden Platooning-Test verknüpft Daimler Trucks in Japan die technischen Möglichkeiten der Konnektivität mit seinen Erfahrungen auf dem Gebiet des automatisierten Fahrens. WLAN-basierte Vehicle-to-Vehicle-Kommunikation (V2V) interagiert mit Fahrerassistenzsystemen, die auch in den Konzernmarken Mercedes-Benz und Freightliner zum Einsatz kommen. Hierzu zählen Abstandshalte-Assistent (CACC, Cooperative Adaptive Cruise Control), Spurhalte-Assistent (Lane Departure Assist) und Notbremsassistent (Active Brake Assist 4).

2014 präsentierte Daimler Trucks den Konzept-Lkw Mercedes-Benz Future Truck 2025 mit der Funktion des autonomen Fahrens. Erklärtes Ziel: Die Technologie zum automatisiertem Fahren bis 2025 in Marktreife zu bringen. Im Folgejahr führte Daimler in Deutschland den „Highway Pilot“ ein. 2016 nahm Daimler mit drei elektronisch gekoppelten und teilautomatisiert fahrenden Mercedes-Benz Actros an der von der niederländischen Regierung initiierten European Truck Platooning Challenge teil. Der Freightliner Inspiration Truck fährt seit 2017 in einer sog. Pairing-Konfiguration (zwei elektronisch gekoppelte Lkw) auf öffentlichen Straßen durch Nevada und Oregon. Mit dem FUSO Super Great fährt das erste Mal ein Lkw einer Daimler-Marke im wichtigen Markt Japan im Verbund mit anderen Lkw.

Wie in Europa und den USA spricht die Nutzfahrzeug-Branche auch in Japan beim Thema Platooning nicht nur über technische Aspekte, sondern auch über regulatorische Fragestellungen. Grundsätzlich gilt: Wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, werden Kunden von Daimler Trucks ihre Lkw im Platooning-Modus fahren können.

Autor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Daimler AG

Autor: jst

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