16.02.2021 - 08:31

BaWü baut Innovationcampus Mobilität der Zukunft (ICM) aus

Das Bundesland stellt dafür in den nächsten vier Jahren weitere 50 Mio. Euro in zwei Maßnahmenpaketen bereit. In einer ersten Tranche erhält der ICM für die Jahre 2021 und 2022 nun 22,35 Mio. Euro. Im ICM bündeln das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Stuttgart ihre Kompetenzen in Forschung und Innovation.

Die künftige Mobilität ist umweltfreundlich, vernetzt und automatisiert. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung bahnbrechender Technologien – von neuen Dienstleistungen über völlig neue Antriebe und Bauteile bis hin zu innovativen Produktionsverfahren. Diesen Transformationsprozess voranzutreiben, ist Ziel des Innovationcampus Mobilität der Zukunft (ICM), in dem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Stuttgart ihre Kompetenzen in Forschung und Innovation bündeln, soll die Entwicklung neuer Technologien – von neuen Dienstleistungen über völlig neue Antriebe und Bauteile bis hin zu innovativen Produktionsverfahren – sein.

Im Juli 2019 gestartet und bislang mit zehn Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg gefördert, fokussiert sich der ICM auf emissionsfreie Antriebe, die digital unterstützte Produktion und die Vernetzung der Mobilität. Gleichzeitig will der ICM exzellente Nachwuchsforschende anziehen und Gründungen aus der Wissenschaft fördern.

Das Land Baden-Württemberg baut den ICM nun deutlich aus und stellt dafür in den nächsten vier Jahren weitere 50 Millionen Euro in zwei Maßnahmenpaketen bereit. In einer ersten Tranche erhält der ICM für die Jahre 2021 und 2022 nun 22,35 Millionen Euro.

„Unser Ziel ist es, den Innovationscampus ‚Mobilität der Zukunft‘ nach dem Vorbild des Cyber Valley zu einem europäisch sichtbaren Zentrum für die Forschung an Mobilitäts- und Produktionstechnologien zu entwickeln. Es geht darum, das Land in diesen entscheidenden Zukunftsfeldern nach vorne zur bringen. Wir nutzen die Krisenzeit und die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, um mit exzellenten Absolventinnen und Absolventen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Innovationsvorhaben anzuschieben“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Im KIT und der Universität Stuttgart findet ein Wandel hin zur Integration von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik statt. Dieser Wandel muss unterstützt werden, da die Verschmelzung dieser Bereiche für die Zukunftsfähigkeit der technologischen Kernbranchen von Baden-Württemberg bedeutend ist“, so Bauer weiter.

Im ersten Maßnahmenpaket unterstützt das Bundesland mit 18 Millionen Euro Aktivitäten zur Steigerung der wissenschaftlichen Dynamik und der internationalen Spitzenforschung. Unter anderem besetzen das KIT und die Universität Stuttgart gemeinsam eine Spitzenprofessur im Themenfeld der Verschmelzung von IT und Maschinen-/Fahrzeugbau. Dazu kommen sechs neue Juniorprofessuren mit Nachwuchsgruppen, die universitätsübergreifend verankert werden und Nachwuchskräfte aus Ingenieurwissenschaften, Softwareentwicklung, Natur- und Materialwissenschaften zusammenführen. Über International Excellence Grants erhalten demnach hochkarätige Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland die Möglichkeit, sich in den Innovationscampus einzubringen. Nicht zuletzt wird es 80 Absolventinnen und Absolventen in der pandemiebedingt schwierigen Arbeitsmarktsituation ermöglicht, über Kurzprojekte im Innovationscampus in die Forschung oder in industrienahe Aufgaben einzusteigen. Darüber hinaus entwickeln KIT und Universität Stuttgart die Lehre in den Ingenieurwissenschaften gemeinsam weiter. Das Maßnahmenpaket startet noch in diesem Jahr und hat eine Laufzeit von vier Jahren.

Innovative Forschungs-, Umsetzungs- und Gründungsprojekte fördert das Land mit 32 Millionen Euro in einem zweiten Maßnahmenpaket. Themenschwerpunkte sind die digitalisierte Mobilität und Produktion (Software-defined mobility, Software-defined manufacturing) sowie die emissionsfreie Mobilität, einschließlich wasserstoffbasierter Technologien. Dem Wettbewerb der besten Ideen können sich Forschungspartner aus Universitäten und Hochschulen sowie der wirtschaftsnahen Forschung in Baden-Württemberg stellen. Darüber hinaus stärken „Zukunftslabore“ und eine „Innovation Challenge“ die Zusammenarbeit mit baden-württembergischen Unternehmen.

Autor: jst

– ANZEIGE –



Aktuelle Termine

Kompaktwissen Automatisiertes Fahren

Zum Termin

AutoAkzept Final-Event

Zum Termin

Fachingenieur Fahrzeugautomatisierung VDI - Modul 1

Zum Termin
Gefunden bei intellicar.de
https://intellicar.de/tests-and-research/bawue-baut-innovationcampus-mobilitaet-der-zukunft-icm-aus/
16.02.2021 08:53