18.02.2021 - 08:09

Auswirkungen digitaler Medien auf Digitalisierung und Mobilität

Auswirkungen digitaler Medien auf Digitalisierung und Mobilität ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts an der Leibniz Universität Hannover. Es zielt darauf, den Entwicklungs- und Implementierungsprozess von Apps für den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu untersuchen, um die Schritte im Prozessverlauf zu ermitteln, an denen eine Beteiligung durch Bürgerinnen und Bürger notwendig wäre.

Wie verändert die Digitalisierung die Gesellschaft? An der Leibniz Universität Hannover (LUH) starten drei Forschungsprojekte, die vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung für drei Jahre im Programm „Die digitale Gesellschaft – Entwicklungen erforschen, Perspektiven entwickeln, digitale Methoden und Daten nutzen“ gefördert werden. Zwei Projekte legen einen Schwerpunkt auf soziale Medien als Problem der digitalen Gesellschaft, eines hat den Fokus auf das Thema Mobilität.

Der zunehmende Einsatz von Apps für den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr ändert, wer diese Dienste wie nutzt. „Das ist nicht unbedenklich, da dadurch vulnerable Gesellschaftsgruppen, die solche Apps nicht nutzen können oder wollen, diskriminiert werden können“, erklärt Dr. Kerstin J. Schäfer (Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie). Sie leitet gemeinsam mit Prof. Dr. Christiane Meyer (Institut für Didaktik der Naturwissenschaften) das Projekt „Societal Transformation in a Digital Society – Raising Awareness for the Participation in a Sustainable and Inclusive Mobility Transition“, das mit 648.100 Euro gefördert wird. Es zielt darauf, den Entwicklungs- und Implementierungsprozess solcher Apps zu untersuchen, um die Schritte im Prozessverlauf zu ermitteln, an denen eine Beteiligung durch Bürgerinnen und Bürger notwendig wäre. Außerdem werden in einer Befragung die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer genauer untersucht, vor allem von Älteren und ökonomisch benachteiligten Personen.

„Im Zusammenhang mit einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ist von Bedeutung, jungen Menschen diese Problematik der Mobilitätswende bewusst zu machen“, betont Meyer. Deswegen führt das Projektteam Fokusgruppen mit Jugendlichen durch sowie Interviews mit Lehrkräften und Multiplikatoren im Bildungsbereich. Alle diese Gruppen werden zudem in einem transdisziplinären Workshop zusammengebracht, um gute Lösungen einer nachhaltigen und inklusiven Mobilitätswende zu diskutieren. Die Untersuchungsräume im Projekt sind Hannover und Hamburg, wo mit Partnern wie der Region Hannover und dem Hammerbrookly Youth Innovation Center zusammengearbeitet wird. Das Projekt ist an das Forschungszentrum „TRUST Räumliche Transformation – Zukunft für Stadt und Land“ der LUH angebunden.

Foto: Gerd Altmann/Pixabay

Autor: jst

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