13.07.2021 - 08:28

ADAC testet digitale Funktionen von Plug-in-Hybriden

Der ADAC hat sieben Plug-in-Hybride der Mittelklasse in den Bereichen Infotainment, Navigation, Konnektivität und Bedienkomfort getestet. Das Ergebnis: In Sachen Konnektivität haben Premiummarken die Nase vorn.

Hersteller integrieren zunehmend vernetzte Funktionen für Navigation, Entertainment und Infotainment in ihren Autos. Gleichzeitig erhöht sich für die FahrerInnen auch das Ablenkungspotenzial im Straßenverkehr. Der ADAC sieht hier u.a. das Problem bei teils undurchsichtige Menüstrukturen. Gemeinsam mit der Zeitschrift „connect“ und dem Beratungsunternehmen „umlaut“ hat der Autoclub sieben Plug-in-Hybride der Mittelklasse in den Bereichen Infotainment, Navigation, Konnektivität und Bedienkomfort getestet.

Auf Platz eins landet der Mercedes-Benz CLA 250e Shooting Brake. Er glänzt mit großen, hochaufgelösten Displays inklusive optionalem Head-up-Display, einem großen Funktionsumfang und mehreren Smartphone-Apps. In der Basisausstattung bezeichnet der ADAC den Wagen sogar als das zweitgünstigste Fahrzeug im Testumfeld. Den zweiten Platz belegt der BMW 330e. Punkten kann der BMW demnach mit der spurgenauen Positionierung auf der Autobahn sowie einer Satellitendarstellung bei der Navigationskarte. Der Volkswagen Arteon schneidet mit der Gesamtnote „befriedigend“ ab.

Als bestes Importauto sticht der KIA Sorento auf dem vierten Platz hervor. Knapp dahinter folgen der Jaguar E-Pace auf Rang fünf sowie der Skoda Octavia auf Platz sechs. Der Peugeot 508 bildet das Schlusslicht im Vergleichstest. Er fährt gerade noch das Urteil „befriedigend“ ein und bietet lediglich eine Grund-Konnektivität. Im Vergleich zu den Konkurrenten fehlten laut ADAC zu viele Funktionen und auch ein Head-up-Display sei für den Franzosen nicht erhältlich.

Besonders bedauerlich sieht der ADAC bei allen Testkandidaten, dass nicht mal gegen Aufpreis ein CD-Laufwerk angeboten wird. Und dies, obwohl in Deutschland im Jahr 2020 immerhin noch 32 Millionen CD-Alben (gemäß Bundesverband Musikindustrie) verkauft wurden. Man könnte es jedoch auch einen teils wehmütig rückwärts gewandten Blick bezeichnen.

Bei den vielen Möglichkeiten der getesteten Funktionen und Dienste im Fahrzeug dürfe man jedoch das damit verbundene Ablenkungspotenzial von der eigentlichen Fahraufgabe nicht außer Acht lassen, heißt es in einer Pressemitteilung des Autoclubs. Einstellungen sollten nur vorgenommen werden, wenn das Auto steht. Zudem ist es laut ADAC besonders wichtig, dass Anzeige- und Bedienmöglichkeiten bei einer Probefahrt ausgiebig getestet werden.

Autor: jst

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