STARTUP MONITOR

31.Oktober 2019

ŠKODA AUTO DigiLab Israel verstärkt Engagement und präsentiert erste Ergebnisse


Anfang 2018 hat das ŠKODA AUTO DigiLab Israel Ltd. in Tel Aviv den Betrieb aufgenommen und ist inzwischen in der lokalen Startup- und Tech-Szene etabliert. Das von Škoda und dem israelischen Importeur Champion Motors gestartete Spin-off des ŠKODA AUTO DigiLab Prag entwickelt gemeinsam mit seinen Partnern verschiedenste digitale Mobilitätsdienstleistungen sowie IT-Technologien inklusive Hard- und Software-Innovationen. Jüngst konnte die Ideenschmiede weitere Kooperationen in der Gründerszene von Tel Aviv vereinbaren. Dies gab ŠKODA Vorstandsvorsitzender Bernhard Maier in seiner Rede auf dem Smart Mobility Summit in Tel Aviv bekannt.

Israel und insbesondere die Metropolregion Tel Aviv-Jaffa gelten als Hotspot für junge Gründer und IT-Experten von morgen. Auch Škoda sieht große Potenziale für zahlreiche weitere gewinnbringende Kooperationen und erfolgreiche Projekte. Aktuell befassen sich im Land etwa 640 Startups und Forschungsgruppen mit Automotive-Projekten – sieben Mal so viele wie noch im Jahr 2013. Das ŠKODA AUTO DigiLab Israel Ltd. arbeitet aktuell mit einem guten Dutzend besonders innovativer Technologieunternehmen zusammen. Davon befinden sich sieben in einer konkreten Phase der Projektentwicklung und eines bringt sein Produkt in Kürze auf den Markt.

Škoda Vorstandsvorsitzender Bernhard Maier betonte im Rahmen des Smart Mobility Summit: „Unser Ziel, das wir im Rahmen unserer Strategie 2025 definiert haben, lautet: ŠKODA ist die ,Simply Clever-Company für beste Mobilitätslösungen‘. Wir treiben den digitalen Wandel im gesamten Unternehmen mit Hochdruck voran und bringen jetzt auch die ersten Projekte unserer Kooperationen mit israelischen Tech-Start-ups auf die Straße und in die Devices unserer Kunden.“

In einer aktuellen Pressemeldung skizziert Škoda den aktuellen Umfang des Engagements in Israel.

So soll die kürzlich gelaunchte App Citymove zum Beispiel jederzeit den schnellsten und komfortabelsten Weg zum Zielor kennen: Per Fingertip kann man den cleversten Mobilitätsmix zusammenstellen, buchen und bezahlen. Die App greift dabei auf die im Wettbewerbsvergleich einzigartige KI-Software von Anagog zurück, die sich auch dazu nutzen lässt, freie Parkplätze vorherzusagen oder Dienstleistungen zu personalisieren. Im Juli 2018 hat Škoda eine Beteiligung an dem StartUp erworben, damit das ŠKODA AUTO DigiLab auf dieser Basis sein Angebot an maßgeschneiderten Mobilitätsdienstleistungen weiter ausbauen kann.

Die Zusammenarbeit mit den israelischen IT-Sicherheitsexperten von XM Cyber ist bereits sehr erfolgreich und geht jetzt ins zweite Jahr: Die dort entwickelte Cyber Security-Technologie wird bei Škoda in unternehmensinternen IT-Prozessen bereits angewendet.

Chakratec hat einen Stromspeicher auf Basis eines kinetischen Schwungrads entwickelt. Die Technologie nimmt Belastungsspitzen im Stromnetz auf und ermöglicht es, auch an abgelegenen Standorten Ultraschnell-Ladestationen zu betreiben. Darüber hinaus erlaubt die Technik eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Schnelllade- und Entladungszyklen. Da es sich um eine mechanische Technologie ohne chemische Batteriezellen handelt, ist sie zudem ausgesprochen umweltfreundlich. Die Installation eines solchen Chakratec-Stromspeichers in Prag ist noch vor Ende des Jahres geplant.

Guardian Optical Technologies arbeitet an Sensoren auf Basis der Mikrowellentechnologie. Sie erfassen kleinste Vibrationen und Bewegungen des Autos und verarbeiten diese Daten in Echtzeit. Auf diese Weise erkennt das System beispielsweise, falls ein Kindersitz nicht korrekt befestigt wurde oder merkt, wenn ein Passagier nicht richtig angeschnallt ist.

Gleichzeitig treibt das ŠKODA AUTO DigiLab Israel Ltd. die Vernetzung in der lokalen Startup- und Technologieszene vor Ort kontinuierlich weiter voran. Kürzlich hat die Innovationswerkstatt fünf neue Kooperationen für die Arbeit an neuen Projekten vereinbart: Die Firma Silentium arbeitet mit der Technischen Entwicklung von Škoda an einer aktiven Geräuschkontrolle für den Fahrzeuginnenraum, mit deren Hilfe sich der Reisekomfort deutlich erhöhen lässt. Neteera entwickelt einen innovativen Chip, der sich in der Rückenlehne des Fahrersitzes befindet. Von dort aus überwacht er Parameter wie Atmung oder Blutdruck und kann so beispielsweise rechtzeitig vor Übermüdung des Fahrers warnen. ContinUse Biometrics arbeitet an einem optischen Sensor, der im Fahrzeug per kontaktlosem Monitoring verschiedene Messwerte zum Gesundheitszustand erhebt. Daraus leitet der Sensor ab, ob sich Fahrtüchtigkeit und Wohlbefinden des Fahrers verändern. Neue Möglichkeiten in einem ganz anderen Bereich eröffnet Intervyo: Das Tool erleichtert Mitarbeitern im Personalbereich die Arbeit, indem es die Angaben der Bewerber zu ihren Eigenschaften und Kompetenzen überprüft. Außerdem erkennt es individuelle Stärken oder Stationen einer Laufbahn, die im Lebenslauf eventuell nicht aufgeführt sind, obwohl sie einen Bewerber zu einem geeigneten Kandidaten machen könnten. Die virtuelle Analyse unterstützt bei der passenden Besetzung vakanter Stellen und eröffnet neue Auswahlmöglichkeiten. Seebo wiederum liefert im Bereich der prädiktiven, das bedeutet der vorausschauenden Instandhaltung sowie Qualitätskontrolle intelligente Lösungen nach dem Leitbild der Industrie 4.0.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial ŠKODA AUTO Deutschland GmbH

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