STARTUP MONITOR

03.Februar 2017

RideCell expandiert in Richtung Europa und Asien


Im Jahr 2016 präsentierte RideCell eine globale Car- und Ridesharing-Plattform für autobauer auf der Messe AutoMobility LA. Mit dem Service sollen z.B. OEMs in kürzester Zeit Mobilitätsservices, wie Car- und Ridesharing anbieten können. In der ersten Finanzierungsrunde (Serie A) hat sich BMW mit einem Investment bei RideCell engagiert.

Nun eröffnet RideCell ein europäisches Büro und will mit neuem Führungspersonal die eigene Expansion vorantreiben. Um die Softwareplattform für Dienstleistungen in den Bereichen Fahrgemeinschaften und Carsharing auch Diesseits des großen Teiches und in Asiens zu vertreiben, wurde die RideCell EMEA GmbH in München gegründet.

RideCell hat seinen US-Sitz in San Francisco. Das Startup will die Art und Weise verändern, wie Menschen von A nach B kommen. Über eine intelligente Softwareplattform laufen neue Mobilitätsdienste wie Carsharing, Fahrgemeinschaften und andere innovative Transportmöglichkeiten. Die durchgängige Integration und Automatisierung sollen die Markteinführungszeiten beschleunigen und es den RideCell-Kunden ermöglichen, ihre Mobilitätsdienstleistungen schnell zu starten und effizient zu betreiben. RideCell wurde bereits 2009 gegründet und seit dem etwa 15 Millionen Fahrgelegenheiten vermittelt. Mit einem Team von mehr als 60 Fachleuten betreut das Unternehmen inzwischen über 15 Kunden, darunter BMW, die UC Berkeley, die UCSF, 3M, und SouthWest Transit.

Nach dem Aus von BMWs DriveNow in San Francisco startete der Münchner Autobauer gemeinsam mit RideCell in Seattle den erweiterten Carsharing-Dienst ReachNow. Dieses Mal mit stärkeren Mobilitätsfokus: 370 BMWs und Minis können dabei kurzzeitig gemietet, aber auch für Reisen oder exklusiv für Firmen gebucht werden. Zudem ist die Zustellung an einen gewünschten Ort mit oder ohne Chauffeur-Service möglich. Pikant war damals, dass der europäische Partner von BMW und DriveNow, Sixt, bei dem neuen Anlauf in Seattle nicht mehr dabei war.

ReachNow ist nach Seattle (Washington) inzwischen auch in Brooklyn (New York) und Portland (Oregon) gestartet und konnte in den ersten neun Monaten 40.000 Kunden akquirieren. RideCell hat mit der dahinter stehen Serviceplattform mittlerweile zahlreiche weltweite Kunden, darunter Automobil-OEMs und Konzern- sowie Universitäts-Campusse.

Mit der Eröffnung eines europäischen Hauptquartiers und passendem Führungspersonal will man sich auf die Regionen in Europa und im Raum Asien-Pazifik fokussieren. Die RideCell-Mannschaft soll so innerhalb der kommenden Monate auf etwa 100 Mitarbeiter anwachsen. RideCells Expansion in Europa übernimmt demnach Armin Fendrich, General Manager der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), und samt Vertriebsteam und Lösungsingenieuren. Von RideCells neuer Niederlassung in München (Deutschland) aus leitet Armin den geschäftlichen Ausbau von autonomen und neuen Mobilitätsdienstleistungen in EMEA. Fendrich arbeitete zuvor für OEMs sowie Navigationssoftware- und Dienstleistungsunternehmen, darunter Panasonic/Aupeo, Nokia, NNG, und deCarta.

In der aktuellen Pressemeldung von RideCell heißt, man konzentriere sich auf Partnerschaften im Automobilsektor und man werde in den kommenden Wochen den Start eines neuen Mobilitätsdienstes mit einem großen europäischen Unternehmen bekanntgeben. Darüber hinaus sei man gerade dabei mehrere Vereinbarungen mit OEMs im Automobilbereich und Anbietern für neue Mobilität in Europa und der Region Asien-Pazifik (APAC) abzuschließen.

Als Vice President of Business Development und General Manager der Region Asien-Pazifik ist Paul Drysch mit der Geschäftsentwicklung in Japan, China und Australien betraut. Paul blickt auf mehr als 20 Jahre an vertrieblicher Führungserfahrung in den Märkten vernetztes Fahrzeug und IoT und leitet ein Team, dem auch Takeshi Mitsutani angehört, ein Branchenveteran mit Know-how bei der Gestaltung von Geschäftsbeziehungen zwischen US-amerikanischen und japanischen Technologieunternehmen. RideCell verfügt außerdem über ein Team, das sich auf die Erschließung des chinesischen Markts konzentriert.

Autor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der RideCell EMEA GmbH

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