STARTUP MONITOR

18.April 2016

Chongqing in China – car2go expandiert nach Asien


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Während sich BMW mit seinem Freefloating-Carsharing ReachNow in Richtung USA aufmacht, hat Daimlers hauseignes Carsharing-Start-up car2go in der vergangenen Woche seinen Service am ersten eigenen asiatischen Standort ausgerollt. Eine interessante Info, die intellicar.de erst auf direkte Nachfrage von der Pressestelle erhielt: Der europäische Partner bei car2go, der Autovermieter Europcar, ist in China nicht dabei. Daimler entwickelt car2go dort allein.
Auch BMW hatte seinen zweiten Anlauf für die Carsharing-Expansion in die USA ohne seinen europäischen Partner Sixt gestartet. Die München partnern allerdings mit dem amerikanischen Start-up RideCell, an dem sie bereits Anteile halten.

Doch zurück zu car2go: Mit Chongqing setzen die Stuttgarter auf eine zentralchinesische Metropole mit 30 Millionen Einwohnern, die gleichzeitig eine der flächenmäßig größten Städte der Welt ist. Chongqing gilt als die Metropole Chinas mit der beim chinesischen Bruttoinlandsprodukt höchsten Wachstumsrate. Sie lag für die Stadt im vergangenen Jahr bei elf Prozent.

Laut der aktuellen Pressemeldung von Daimler ist car2go somit das erste internationale, westliche Unternehmen, das in China das Konzept der spontanen Carsharing-Mobilität umsetzt. car2go geht in China mit dem Markenzusatz JiXing („fahre direkt los“) an den Start. Die Kunden können in dem definierten Geschäftsgebiet von rund 60 Quadratkilometern auf 400 blau-weiße smart fortwo zugreifen. Bis zum Herbst 2016 soll die Flotte auf bis zu 600 Fahrzeuge aufgestockt werden.

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Roland Keppler, CEO der car2go Gruppe, sieht eine zunehmende Bedeutung des Carsharings als neue Form der individuellen urbanen Mobilität in China. Hintergrund sei die äußerst angespannte Verkehrssituation in den chinesischen Ballungsräumen und Metropolen. Enorme Parkplatzprobleme sowie die zunehmende Umweltbelastung durch gestiegene PKW-Zulassungen sorgen somit auch in China für einen Bewusstseinswandel hin zu neuen Mobilitätsformen.

Autor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Daimler AG

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