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06.November 2019

Nachgereicht: Der Autogipfel und das Autonome Fahren


Beim Autogipfel, der zu Beginn des Monats November stattfand, sprachen Vertreter aus Politik und Wirtschaft nicht nur über die Elektromobilität und Wasserstoffantriebe. Auch die Chancen des technologischen Wandels hin zu digitaler Mobilität müssen voll genutzt werden und Deutschland soll so global führender Standort für die Automobilindustrie der Zukunft bleiben.

Demnach soll Deutschland beim automatisierten Fahren und vernetzter Mobilität Vorreiter werden. Es sollen zügig innovationsfreundliche rechtliche und technische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu besteht zumindest so weit Hoffnung, als das die Große Koalition sich aktuell ein gutes Zeugnis ausstellt und Union und SPD wohl bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode bis 2021 gemeinsam weiterregieren wollen.

Automatisierte Fahrfunktionen sollen schnell auf die Straße gebracht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Sprechers der Bundesregierung, Steffen Seibert. Im März wolle die Bundesregierung ein Umsetzungspaket automatisiertes Fahren verabschieden. Aus Sicht der Politik basiere die Mobilität der Zukunft auf Daten und Datenaustausch. Private und öffentliche Mobilitätsanbieter wollen daher bis Ende 2021 gemeinsam ein umfassendes Datennetzwerk Mobilität schaffen, damit die Vernetzung für die Mobilitätswende bestmöglich genutzt werden kann. Hierfür will die Bundesregierung schnell ein Verfahren vereinbaren. Die Mobilitätsanbieter und Fahrzeughersteller wollen dafür die erforderlichen Daten rasch zur Verfügung stellen.

Begleitung der Transformation

Qualifizierung und Weiterbildung wurden zur Bewältigung der Transformation als zentrale Punkte definiert. Deswegen sei Anfang des Jahres das Qualifizierungschancengesetz in Kraft getreten. Damit fördere die Bundesagentur für Arbeit die Weiterbildung Beschäftigter, die von Strukturwandel oder Digitalisierung betroffen sind. Die Bundesregierung will prüfen, ob die Instrumente des Qualifizierungschancengesetzes und des Kurzarbeitergeldes nachgeschärft oder angepasst werden müssen. Besonders betroffene Cluster müssten sich jedoch gut für den Wandel vorbereiten. Hierzu sollen strukturierte Dialoge gemeinsam mit den Betroffenen und den Ländern geführt werden. Gleichzeitig sollen die Sozialpartner Zukunftsverträge für Wege in neue Qualifikationen und Tätigkeiten aushandeln.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung