13.07.2021 - 11:56

Polestar – wie der Volvo-Ableger seine Jobs an der Digitalisierung ausrichtet

Die schwedische Elektro-Automarke Polestar stellt die digitale Entwicklung stärker in den Fokus. Das Polestar Digital Team in der globalen Unternehmenszentrale in Göteborg soll weiter wachsen. Gleichzeitig will der OEM einer der Top-Arbeitgeber für Talente aus der ganzen Welt im Bereich Technologie und Digitalisierung werden.

Die Automobilindustrie steht nicht nur vor dem Wandel hin zur Elektromobilität. es ändern sich durch Smartphones und Co auch die Art und Weise, wie NutzerInnen mit ihren Autos interagieren. Insbesondere die Konnektivität und die Bedienung der Fahrzeuge verändern sich durch neue Cockpits voller digitaler Displays. Der Aufgabenbereich des digitalen Polestar-Teams umfasst deshalb nicht nur die Fahrzeugintegration, sondern auch alle digitalen Ökosysteme in Bezug auf die Produktionsstätten, den B2B- und den B2C-Bereich sowie die Unterstützung von Forschung & Entwicklung.

Die Marschrichtung bei Polestar ist daher klar. „Polestar legt ein enormes Tempo vor und unser Digitalbereich bildet da keine Ausnahme. Dies ist wirklich eine einzigartige Chance, Teil eines Unternehmens zu werden, das die Branche in eine große digitale Transformation führt, indem es eCommerce als primären Vertriebskanal nutzt. In den letzten Jahren ist es Polestar Digital gelungen, eine vollständige Handels- und IT-Plattform aufzubauen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Kunden ein Einkaufserlebnis auf dem neuesten Stand der Technik zu verschaffen“, unterstreicht Mikael Björklund, Polestar Digital, den eigenen Anspruch des Volvo-Ablegers.

Polestar setzte bereits von Beginn an auf einen digitalen Vertrieb der eigenen Fahrzeuge, der den Autokauf durch die Einführung einer vollständig digitalen Handelsumgebung in die virtuelle Welt verlegt. Tesla dürfte da das Vorbild gewesen sein. Auch der kalifornische Autobauer setzte früh auf digitalen Vertrieb sowie ein digitales Provisionssystem für Empfehlungen von Tesla-EigentümerInnen.

Die digitale Handelsplattform von Polestar ermöglicht es demnach den KundInnen, alles online zu erledigen, von der Suche nach Informationen zu den Autos über die Konfiguration des Polestar 2 bis hin zur Bestellung. Die gesamte – sogenannte – Customer Journey ist digital ausgerichtet. Bei Polestar geht man davon aus, dass über die Zeit in welcher die KundInnen das Auto besitzen, eine enge Verbindung zwischen der Marke und den Kundschaft aufrecht erhalten werden kann.

In einem Punkt ist die Marke Polestar gleich vom Start weg recht weit vorn: Das Modell Polestar kann bereits von Software Updates aus der Ferne mit neuen Features und Funktionsentwicklungen im Fahrzeug versorgt werden. Over-the-Air Updates sorgen so für eine digitale Fahrzeugpflege, um Features und Funktionen zu verbessern, von der Erhöhung der Ladegeschwindigkeit über Fehlerbehebungen, Stabilitäts- und Reichweitenverbesserungen bis hin zu neuer Basissoftware und neuen Funktionen.

Inzwischen wirkt sich das Thema Digitalisierung auch noch stärker auf die Jobprofile des OEMs aus. So sucht Polestar zunehmend nach einem breiten Spektrum an DigitalexpertInnen. Heutige Technologie- und Softwareentwicklung machen neue Skills notwendig. Funktionen wie Service-IngenieurInnen und DesignerInnen, digitalen und technischen Führungskräften, Business-AnalystInnen, UX/UI-DesignerInnen und mehr braucht es in Göteborg.

Der Autobauer selbst spricht davon, insbesondere auf Transparenz als Grundsatz der Automarke auch in ihrer digitalen Organisation zu setzen. Durch die Schaffung neuer Rollen wolle Polestar eine einzigartige Gelegenheit zur persönlichen Entwicklung schaffen und biete weitere langfristige Aufstiegschancen, heißt es aus dem Hause selbst. Monika Franke, verantwortlich für den Bereich Human Resources bei Polestar bringt es auf einen klaren Punkt: „Polestar ist ein Unternehmen, in dem sich Ideen, Informationen, Technologie und schnelle Umsetzung treffen.“

Autor: jst

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