09.12.2019 - 14:35

KT Neumann heuert bei israelischem Startup Cartica AI an

Der ehemalige Opel-CEO Karl-Thomas Neumann verkündete eine Personalmeldung in eigener Sache direkt via Twitter. Nach seiner Startup-Station Canoo in den USA zieht es Neumann nun weiter nach Israel.

Karl-Thomas Neumann ist kommunikativ längst in der neuen Welt angekommen. So ließ er per Tweet direkt die Personalie vom Stapel.

„I joined the Tel Aviv based deep tech startup Cartica AI as a board member, special advisor and investor. Cartica has developed a new kind of unsupervised AI which can be used for safety systems and autonomous driving. I am extremly exited.“ (Quelle:  twitter.com)

Und bei Cartica AI ist er als Investor und Aufsichtsrat bereits in guter Gesellschaft: Toyota, BMW und Conti sind ebenfalls bei dem Startup als Investoren an Bord. Doch was macht das Unternehmen nun konkret? Cartica AI entwickelt Software für Fahrerassistenzsysteme. Der entscheidende Vorteil gegenüber anderen Anbietern soll der deutlich andere Ansatz sein. Das Startup soll nicht mehr auf Deep-Learning und damit manuelle Nachbearbeitung von Ergebnissen setzen, wenn es um die Objekterkennung geht. Im Interview mit den Kollegen der Automobilwoche erklärte KT Neumann das so: „Das System benötigt nur noch ein Zehntel der Rechenleistung und des Energieverbrauches. Damit lassen sich Kamera- aber auch Radar- und Lasersysteme viel kostengünstiger herstellen. Wir glauben auch, dass die Erkennung erheblich zuverlässiger sein wird.“

Karl-Thomas Neumann hatte im Sommer sein Engagement als Vorstandsmitglied beim kalifornischen Startup Canoo (ehemals Evelozcity) aufgegeben. Die Firma hatte kurze Zeit später ihr erstes elektrisches Fahrzeug vorgestellt, das es zukünftig nur im Abonnement für ca. 500 US-Dollar pro Monat geben soll. Neumann kommentierte seinen Ausstieg mit dem Wunsch nach mehr Freiheit für weitere, eigene Projekte. Gleichzeitig soll er jedoch bei Canoo noch immer als Investor involviert sein. Laut Manager Magazin ist Neumann nicht nur neu bei Cartica AI dabei sondern auch als Investor bei Apex.AI engagiert. Das kalifornische Startup „baut“ an einem Robot Operating System (ROS) als sicherheitszertifiziertes Software-Framework für selbstfahrende Autos. Gleichzeitig vermeldete im Dezember 2019 auch die Volvo Group ihren Einstieg als Investor bei Apex.AI.

Während Daimlers ehemaliger CEO Dieter Zetsche also in den Gebrauchtwagensektor investiert, hat der Ex-Opelaner Karl-Thomas Neumann bereits umgeparkt und ist als Investor bei gleich drei Themen in Bezug auf neue Mobilität dabei: Cartica AI, Canoo und Apex.AI.

Autor: Jens Stoewhase

Autor: jst

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09.12.2019 14:26