04.02.2021 - 08:17

Dr. Knut Sauer wird Geschäftsführer bei GuardKnox

Cybertech-Anbieter GuardKnox macht mit sofortiger Wirkung Dr. Knut Sauer zum Geschäftsführer der GuardKnox Cyber Technologies EU GmbH. Sauer soll speziell das Europa- und Asien-Geschäft des israelischen Cybertech-Unternehmens verantworten und zusammen mit seinem Team weiter ausbauen.

Sauer verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Ingenieurwesen sowie im Aufbau und der Entwicklung von Unternehmen, heißt es von GuardKnox. Als Mitgründer und CTO von Arrivo verantwortete er in Kalifornien unter anderem die Technologieentwicklung eines Hyperloop-Transportsystems. Bei Siemens Mobility leitete er als Global VP und Cheftechnologe zahlreiche Projekte rund um neue Mobilität sowie vernetzte Verkehrslösungen. Zuletzt war er als CTO & Global VP Travel, Transport, Energy and Automotive für das US-amerikanische IT-Beratungsunternehmen DXC Technology im Silicon Valley tätig.

Cybertech Tier

Sauer sieht für GuardKnox als Anbieter Hard- und Softwarelösungen für Fahrzeuge im Umfeld der sogenannten Cybertech Tier (Cybertech Lieferantenebene) gute Wachstumschancen. Dieser neue Lieferantentypus, der derzeit parallel zur klassischen Zulieferpyramide der Automobilindustrie entsteht, helfe Herstellern und Zulieferern dabei, den technologischen Umbruch schneller zu meistern, der sich insbesondere in einer radikal neuen E/E-Architektur manifestiert.

„In dieser neuen Architektur müssen Security-by-Design und Over-the-Air-Updates fest verankert sein. Software und Hardware müssen dazu stärker voneinander abstrahiert und der Entwicklungsaufwand viel mehr auf die Software konzentriert werden“, erklärt Sauer. „Die gute Nachricht ist, dass die Autohersteller und die Zulieferer mittlerweile erkannt haben, dass sie vor einem Paradigmenwechsel stehen, von dem bislang insbesondere Tesla und die großen Tech-Konzerne profitierten.“

Wie immer bei disruptiven Entwicklungen, gäbe es in einer Industrie auch starke Kräfte der Beharrung. So wurde zuletzt von Continental-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle und Bosch-Geschäftsführer Harald Kröger im Nachrichtenmagazin Der Spiegel (Ausgabe 2/2021) die Tendenz der deutschen Autohersteller zu teuren sowie zeitraubenden Alleingängen kritisiert.

Sauer fügt hinzu: „Um es klar zu sagen: Je mehr Hersteller-spezifische Betriebssysteme aus dem Boden schießen, desto schwieriger wird es für jeden Zulieferer, da die Zusammenhänge komplexer werden. In einer digitalen Wirtschaft wird jedoch immer die Plattform mit den meisten Nutzern dominieren, da Netzwerkeffekte entstehen. Angesichts sinkender Profite aus dem klassischen Autogeschäft wird das wirtschaftliche Potenzial der Vernetzung und die Adaption bestehender Geschäftsmodelle entscheidend für den künftigen Erfolg eines Autoherstellers sein. Beim darunterliegenden Betriebssystem rate ich zur Standardisierung, denn von Connected Cars profitierten am Ende alle: Autohersteller, Zulieferer, Serviceanbieter – aber auch Versicherungen, Tech-Unternehmen und Infrastrukturanbieter!“

Autor: jst

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04.02.2021 08:16