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25.Mai 2018

On-Demand-Mobilitätsdienst SSB-Flex startet in Stuttgart


On-Demand-Mobilitätsdienst SSB-Flex startet in Stuttgart

Am 1. Juni startet im Stuttgarter Nahverkehr das neue Mobilitätsangebot der SSB und moovel. Der neue On-Demand-Service soll den bestehenden ÖPNV ergänzen und flexiblere Fahrten ermöglichen. SSB Flex, wie der neue Dienst genannt wird, wird mit einer Liniengenehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz betrieben.

In der Flotte befinden sich derzeit 10 Fahrzeuge der Mercedes-Benz V-Klasse und der Mercedes-Benz B-Klasse mit elektrischem Antrieb. Die SBB Flex Fahrzeuge sind am gelb-weißen Design erkennbar. Die Fahrer sind zusätzlich geschulte BusfahrerInnen der SBB oder speziell ausgebildete Flex FahrerInnen.

So funktioniert das Fahrangebot:

Der Service wird in großen Teilen Bad Cannstatts und Degerloch montags bis samstags von 6:00 bis 21:00 Uhr und donnerstags bis samstags zusätzlich von 21:00 Uhr bis 2:00 Uhr angeboten.

Kunden, die SSB Flex nutzen möchten, benötigen die SSB Flex App (aus dem App oder Google Play Store) auf ihrem Smartphone. Da die Fahrten über Kreditkarte oder Paypal bezahlt werden, hinterlegt der Nutzer in der App seine Daten und Zahlungsinformationen. Über die Standortermittlung lokalisiert die App den Fahrgast und zeigt ihm mögliche Verbindungen zum gewünschten Ziel an. Auch Fahrmöglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmittel werden anzeigt, so dass dem Fahrgast Kombinationsmöglichkeiten und die damit verbunden Kosten angezeigt werden können.

Nach der Auswahl der Variante bucht der der Kunde seine Fahrt verbindlich über die Flex App. Er erhält daraufhin eine Mitteilung darüber, welches Kennzeichen das Fahrzeug hat und wo es ihn aufnimmt. Gleichzeitig erhält der Fahrer ebenfalls Informationen über den Abholort und die Anzahl der Fahrgäste.

Der Fahrpreis, der über die App entrichtet wird, richtet sich nach der Strecke, Anzahl der Fahrgäste und eventuelle Nutzung eines VVS-Tickets. Nutzen nämlich mehrere Fahrgäste das Fahrzeug, sinkt der Fahrpreis. Dabei bündelt das System Anfragen von Personen, die die gleiche Strecke zurücklegen wollen. Trotz verschiedener Ein- und Ausstiegspunkten kann mehreren Fahrgästen das gleiche Fahrzeug zugewiesen werden. VVS Tages- oder Zeitkarten werden auf den Fahrpreis angerechnet.

Allerdings ist es nicht möglich in ein vorbeifahrendes Flex Fahrzeug spontan zuzusteigen oder eine Straßenecke früher auszusteigen, da der Algorithmus den Fahrtverlauf anhand von virtuellen Strecken und Haltepunkten steuert.

Der Weg zum ersten On-Demand-Service

Im Flex Pilot der moovel Group wurde seit dem 14. Dezember ein kostenloser Mobilitätsdienst an den Tagen Donnerstag, Freitag und Samstag getestet. Insbesondere in den späten Abendstunden konnte sich Flex Pilot als zusätzliche Fortbewegungsmöglichkeit beweisen. Diese Testphase, die über 20.000 Passagiere nutzten, endet am 26. Mai. Mit den gewonnen Erkenntnissen und dem Feedback der Kunden, wurde das System kontinuierlich weiterentwickelt, um intermodale Routenführung ergänzt und auf die Gebiete von Bad Cannstatt und Degerloch erweitert.

SBB Flex ist im Bundesgebiet der erste Dienst seiner Art und als Pilot zunächst bis Ende 2019 angelegt. Er vereint On-Demand, Ridesharing und Pooling-Verkehr mit einer Konzession als Liniennahverkehr nach dem Personenbeförderungsgesetz.

Man ist sich sicher, dass im Sinne des Aktionsplans „Nachhaltig mobil in Stuttgart“ diese Form von vernetzter und multimodaler Mobilität ein echter Gewinn für die Stadt ist.

 

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial der Daimler AG

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