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07.Juni 2019

Frisches Geld für emmy


Das Berliner Startup emmy steht vor der internationalen Expansion. Seit seinem Start im Juni 2015 haben sich über 150.000 Kunden für das E-Roller-Sharing angemeldet. emmy verfügt inzwischen über eine Flotte von etwa 1.600 Elektrorollern in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München, mit denen bereits rund 6,3 Mio. Kilometer im vergangenen Jahr zurückgelegt wurden. Offenbar überzeugte das alte und neue Investoren. Mit frischem Geld soll nun die internationale Expansion vorangetrieben werden.

emmy selbst bezeichnet sich als Marktführer in Deutschland. In Sachen Nutzung vermeldet das Unternehmen inzwischen eine hohe Nutzungsrate – speziell in den Sommermonaten. So werden die Fahrzeuge im Schnitt häufiger als 10 mal pro Tag verwendet. Durch den Abschluss der neuen Finanzierungsrunde will man nun das Geschäft ausbauen und auch ins europäische Ausland expandieren.

Die finanzielle Unterstützung kommt vom Münchner Neuinvestor Green City AG, der zusammen mit den bestehenden Altinvestoren der Gesellschaft einen hohen einstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen investiert. Mit diesem Kapital sollen die Flotten in den bestehenden Städten deutlich ausgebaut werden. Außerdem will man noch in diesem Jahr rote emmy Roller in einer weiteren europäischen Metropole auf die Straße bringen. Auch die IBB Beteiligungsgesellschaft beteiligt sich erneut an der Finanzierungsrunde. „emmy ist der Pionier für elektrisches Rollersharing und hat sich inzwischen als echte Mobilitätsalternative in den Städten etabliert. Wir freuen uns zusammen mit dem Gründerteam die nächste Wachstumsstufe anzugehen“ sagt Philipp Roth, Investmentmanager der IBB Beteiligungsgesellschaft.

emmy bietet stationsunabhängiges Elektroroller-Sharing an. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie das bekannter Carsharing-Anbieter. Lokalisierung und Anmietung erfolgen per App. Die Roller sind mit zwei Helmen in unterschiedlichen Größen und Einmalhygienehauben ausgestattet. Außerdem verfügen die Roller über Austauschakkus, den Aufladeprozess übernimmt emmy selbst. Die Abrechnung erfolgt minutengenau, in Kombination mit Guthabenpaketen kostet die Fahrminute ab 19 Cent. In Deutschland dürfte das von Bosch betriebene Coup der größte Konkurrent sein.

Das Investment wird direkt weitergetragen

Der emmy-Neuinvestor Green City AG ist eine Tochter des Umweltschutzvereins Green City. Um die Energie- und Verkehrswende in die Tat umzusetzen, konzentriert sich das Unternehmen auf die Geschäftsfelder Renewables, Power, Finance, Drive und Experience. Nach dem erfolgreichen Crowd-Investment für den Ausbau der Münchner Elektrorollerflotte von emmy will die Green City AG ihr Engagement im Mobilitätssektor fortsetzen. Dafür wird ein neues Finanzprodukt namens „Green City Smart Mobility I“ aufgesetzt. Das wird den Green City Anlegerinnen und Anlegern angeboten, die in den Wachstumsmarkt des RollerSharings investieren wollen. Das eingeworbene Kapital aus dem Genussschein „Green City Smart Mobility I“ wird in eine unternehmerische Beteiligung an emmy investiert.

Hier zeigt sich ein Beteiligungsmodell, das bereits im Bereich der Solar- und Windenergie seit Jahren erfolgreich zum Einsatz kommt: Bürgerbeteiligung. Gleichzeitig zeigt die neue Finanzierungsrunde auch, dass es Geld nicht nur für elektrisches Kleinstroller-Sharing gibt.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial Electric Mobility Concepts GmbH und der Green City AG

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