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30.Januar 2019

Bosch erreicht 2018 Rekordumsatz


Bosch: Umsatz und Ergebnis 2018 erneut auf Rekordniveau

Quelle: Bosch

Trotz schwacher Märkte und eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes meldet Bosch einen operativen Umsatz von 77,9 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt stieg der Erlös damit um 4,3 Prozent und knüpft damit an das Rekordniveau des Vorjahres an.

Besonders erfolgreich war die Sparte der internetfähigen Produkte. Hiervon verkaufte Bosch 2018 insgesamt 52 Millionen, das 37 Prozent mehr als im Vorjahr sind. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives EBIT) liegt für das Geschäftsjahr 2018 bei rund 5,3 Milliarden Euro.

„Im konjunkturell rauen Umfeld hat sich Bosch 2018 gut behauptet. Umsatz und Ergebnis liegen erneut auf Rekordniveau“, erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen. „Als Innovationsführer gestalten wir den Wandel in unseren Märkten – technisch wie geschäftlich. Unser strategischer Fokus auf Vernetzung zahlt sich aus.“

Bosch: Umsatz und Ergebnis 2018 erneut auf Rekordniveau

Quelle: Bosch

Überblick der Unternehmensbereiche

Mobility Solutions: Diese Geschäftseinheit legte 2018 stärker zu als die weltweite Automobilproduktion. Die vorläufigen Erlöse liegen hier bei 47 Milliarden Euro.

Consumer Goods: Mit 17,8 Milliarden Euro ging dieser Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent zurück. Wechselkursbereinigt ist jedoch dennoch ein Umsatzplus von 0,9 Prozent zu verbuchen. Laut Bosch belasteten gegenläufige Wechselkurseffekte und ein hoher Preisdruck in Kernmärkten die Entwicklung von BSH Hausgeräte GmbH und Bosch Power Tools.

Industrial Technology: Mit einem Umsatz von 7,4 Milliarden Euro erreichte dieser Bereich höchste Wachstum (8,9 Prozent).

Energy and Building Technology: Hier wurde ein Umsatz von 5,5 Milliarden Euro erzielt, was wechselkursbereinigt einem Wachstum von 4,7 Prozent entspricht.

Automatisiertes Fahren

In diesem Bereich setzt Bosch in der Forschung und Entwicklung auf Fahrassistenzsysteme, die das teilautomatisierte Fahren für Privatfahrzeuge auf Level 2 und 3 ermöglichen, und auf das fahrerlose Fahren auf Level 4 und 5, das für die kommende Dekade angepeilt wird.

„Das fahrerlose Fahren wird zum Game Changer für die individuelle Mobilität. Es wird disruptive Geschäftsmodelle wie Robotaxis und Shuttle-Mobilität ermöglichen“, sagte Denner.

Bereits dieses Jahr ist für den Bereich der Fahrassistenzsysteme ein Umsatz von zwei Milliarden anvisiert. Aufgrund der technischen Komplexität rechnet das Unternehmen allein bis 2022 jedoch auch mit einer Investitionssumme von vier Milliarden Euro.

Bosch: Umsatz und Ergebnis 2018 erneut auf Rekordniveau

Quelle: Bosch

Laut Untersuchungen der Unternehmensberatung Roland Berger beträgt des Marktvolumen für Hard- und Software beim automatisierten Fahren in den nächsten zehn Jahren rund 60 Milliarden USD. Die Experten rechnen bereits 2025 mit weltweit ca. 2,5 Millionen überwiegend fahrerlosen On-Demand-Shuttles. Für diese Form der Mobilität bietet Bosch sowohl Technik als auch Services an. Bereits heute beinhaltet das Bosch Ecosystem für Mobilitätsdienste Dienste für Buchung, Bezahlung, Parken, Laden, Verwaltung, Wartung und Infotainment sowie Convenience Charging (eine vernetzte Navigations- und Ladelösung für Elektrofahrzeuge).

Elektrifizierung

Angefangen vom Fahrrad bis hin zum tonnenschweren Lkw elektrifiziert Bosch alles und breit aufgestellt. Mit dieser Strategie konnte das Unternehmen 2018 30 Elektromobilitäts-Projekte im Volumen von mehreren Milliarden Euro akquirieren.

Dr. Volkmar Denner: „Künftig gilt: Kein Elektroauto ohne Bosch.“

Im Pkw-Bereich ist Bosch in chinesischen Markt bereits Marktführer. Dies geht nicht zuletzt auf die strategischen Kooperationen, wie beispielsweise mit NIO (wir berichteten >>), zurück. Weiterhin startete vor einigen Wochen die Großserienproduktion einer neuartigen 48-Volt-Batterie, mit der voraussichtlich 2013 weltweit 20 Prozent der Neufahrzeuge teilelektrifiziert sein werden. Darüber hinaus beginnt Bosch 2019 in China mit der Serienfertigung der eAchse, einem besonders kompakten Antrieb für Elektroautos. Daher setzt sich Bosch das Ziel im Bereich der Elektromobilität seinen Umsatz bis 2025 auf fünf Milliarden Euro zuverzehnfachen. Seine Position auf dem Markt für Elektromotoren stärkte Bosch zuletzt mit der der vollständigen Übernahme der EM-motive GmbH.

Bosch: Umsatz und Ergebnis 2018 erneut auf Rekordniveau

Quelle: Bosch

„Wir wollen einen Lastverkehr, der weder für das Klima noch für die Luftqualität eine Last ist. Schlüssel ist auch hier die Elektrifizierung“, sagte Dr. Volkmar Denner.

Angesichts einer voraussichtlichen Verdopplung des weltweiten Warentransportvolumens bis 2030, will das Unternehmen auch von der Elektrifizierung der Nutzfahrzeuge profitieren. Im Portfolio für den emissionsfreien Warenverkehr befinden sich bereits 36-Volt-Antriebe für Cargo-Bikes, E-Antriebe für leichte Nutzfahrzeuge wie dem Streetscooter, eAchsen für leichte und schwere Transporter und elektrifizierte Achsen für Lkw-Sattelanhänger. Brennstoffzellen-Antriebe für 40-Tonner sollen das Portfolio zukünftig noch ergänzen.

Künstliche Intelligenz

Eine weitere Kernkompetenz bei Bosch ist die industrielle Anwendung künstlicher Intelligenz. Die Anzahl der KI-Experten in dieser Sparte soll bis 2021 von 1.000 auf 4.000 anwachsen.

„Bis Mitte der kommenden Dekade sollen alle Produkte von Bosch über KI verfügen, mit ihr entwickelt oder produziert worden sein. Zwar dominieren amerikanische und chinesische Unternehmen bei KI für die Konsumindustrie“, so der Bosch-Chef. „Aber ohne Domänenwissen zu Verkehr, Industrie oder Gebäude bleibt ihr Potenzial hinter dem der industriellen KI zurück.“

Bosch: Umsatz und Ergebnis 2018 erneut auf Rekordniveau

Quelle: Bosch

Bereits jetzt arbeiten die Mitarbeiter des Bosch Center for Artificial Intelligence an knapp 150 Projekten. Eines davon ist das Sensorsystem SoundSee, das Maschinenausfälle präzise vorhersagen und so Wartungskosten reduzieren sowie Produktivität steigern soll. Geplant ist sein Einsatz in der Internationalen Raumstation ISS Mitte diesen Jahres.

Belegschaft

Weltweit beschäftigte Bosch 2018 rund 410.000 Mitarbeiter (7.800 mehr als im Vorjahr) und verzeichnet weiterhin einen anhaltend hohen Bedarf an IT- und Software-Experten. Diesen Mitarbeitern stehen rund 19.000 Schulungsprogramme zur Auswahl. Jährlich investiert Bosch rund 250 Millionen Euro in die Qualifizierung seiner Angestellten, um auch diese mit auf den Weg in neue Geschäftsfelder zu nehmen.

Denner weiter: „Die Bosch Learning Company stärkt die Eigenverantwortung der Lernenden und fördert selbstbestimmtes Lernen.“

Die Initiative „Bosch Learning Company“ soll beispielsweise das Lernen mittels Videos und Apps als Ergänzung zu Schulungen in den Arbeitsalltag integrieren.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial von Bosch

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