18.03.2021 - 13:16

ZF richtet sich auf Mobilitätswandel aus

Erstmals bietet ZF auch Softwareprodukte an, die Kunden unabhängig von der Hardware erwerben können. Der Konzern hat dazu ein Global Software Center gegründet und will datenbasierte Produkt- und Dienstleistungsangebote zu profitablen Geschäftsmodellen ausbauen.

Die langfristige strategische Neuausrichtung von ZF wird nun in den Bereichen Elektronik, Software und autonomes Fahren weiter forciert. Das machte der Konzern bei seiner Bilanzpressekonferenz in dieser Woche deutlich. Demnach hatten die Gründung der Division Electrified Powertrain Technology und die Integration des Nutzfahrzeug-Technologieunternehmens Wabco ebenso wie der Start eines neuen Software-Centers und der Vertrieb eigenständiger Software-Lösungen besonderes Gewicht im Corona-Jahr.

Nun bietet ZF erstmals auch Softwareprodukte an, die Kundinnen und Kunden des Konzerns unabhängig von der Hardware erwerben können. Der Konzern hat dazu ein Global Software Center gegründet, um die Entwicklung von Softwarelösungen zu beschleunigen und datenbasierte Produkt- und Dienstleistungsangebote in profitable Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dies birgt hohes Potenzial, da der Softwareanteil im Fahrzeug weiter zunehmen wird und immer mehr Komponenten mit Sensoren ausgestattet sind, die potenzielle Datenlieferanten sind. Das Global Software Center von ZF setzt die neuesten Methoden der Softwareentwicklung ein, zum Beispiel beim Programmieren der jüngst vorgestellten Middleware für die zentralen Hochleistungsrechner zukünftiger Fahrzeuge.

Stark gefragt seien neben Software auch Hardware-Komponenten wie der modulare Hochleistungscomputer ZF ProAI, da in den Autos der nächsten Generation leistungsstarke Zentralrechner viele kleine Steuergeräte ablösen. In seiner jüngsten Ausbaustufe wird ZF ProAI neue Standards bei der Digitalisierung und Vernetzung des Automobils setzen. ZF wird mehrere Millionen Exemplare der ZF ProAI sowohl an globale Pkw- als auch an Nutzfahrzeughersteller liefern. „Unser Ziel ist, unsere Position bei Software und High Performance Computing durch eine umfassende Digitalisierungsoffensive zu sichern und weiter auszubauen. So wollen wir zu einem führenden Anbieter von zentralen Steuergeräten und Softwareprodukten werden“, sagte Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands von ZF.

Insgesamt hat das zurückliegende Jahr die Geschäftszahlen von ZF geprägt, auch wenn man bereits wichtige Aufträge für die kommenden Jahre reingeholt hat – insbesondere in den neuen Technologie-Segmenten. Der Konzernumsatz lag so im Jahr 2020 mit 32,6 Milliarden Euro um 11 Prozent unter dem Vorjahreswert von 36,5 Milliarden Euro. Unterm Strich schlägt das Ergebnis nach Steuern dann auch mit einem Minus von 741 Millionen Euro zu Buche.

Autor: jst

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