07.10.2021 - 14:17

ZF positioniert sich als Komplettanbieter für autonome Shuttlesysteme

Der Zulieferer erweitert sein Angebot für autonome und elektrische Shuttlesysteme. So bietet der Konzern nun nicht nur die Shuttlefahrzeuge selbst an, sondern ergänzend alle Leistungen, die für Planung, Realisierung, Betrieb, Wartung und Reparatur von autonomen Personentransportsystemen notwendig sind. Im Netzwerk dabei sind auch DB Regio und Oxbotica.

ZF richtet diese Angebotsportfolio demnach komplett auf Städte und städtische Mobilitätsbetreiber aus und will so diese Shuttlesysteme schneller in den Markt bringen. Im Vorfeld des ITS World Congress zeigt ZF nun, wie diese Lösung deutlich leichter zugänglich und attraktiver für Kommunen werden sollen: Neben den rein batterieelektrisch angetriebenen, autonom fahrenden Shuttlefahrzeugen, die der Konzern seit der Übernahme des Unternehmens 2getthere im Jahr 2019 im Portfolio hat, bietet ZF nun auch sämtliche Leistungen, die für Planung, Realisierung, Betrieb, Wartung und Reparatur eines autonomen Shuttlesystems notwendig sind.

Aktuell benötigen Kommunen und städtische Mobilitätsbetreiber viel Know-how, um autonome Personentransportsysteme einzurichten, heißt es von ZF in einer Pressemittielung dazu. Dabei will der Konzern Unterstützung mit seinem Projektwissen und seinem Netzwerk leisten. „Unsere Lösung ist ab sofort verfügbar und leistet umgehend einen Beitrag, die lokalen verkehrsbedingten Emissionen zu senken“, erklärt Torsten Gollewski, Leiter Autonomous Mobility Systems von ZF.

Rundum-Sorglos-Paket

Das konkrete Angebot von ZF ist ambitioniert: Das Unternehmen liefert die Shuttlesysteme, erstellt das Streckenlayout mit, begleitet Einrichtung und Inbetriebnahme der Shuttlesysteme und unterstützt bei Service oder – wenn nötig – Reparatur. Ebenso will ZF auch im Hinblick auf Flottenmanagement-Software oder Connectivity-Lösungen beraten, die die Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur – etwa Ampeln und Geschwindigkeitsanzeigen – oder die Kommunikation mit den Passagieren über Apps gewährleisten.

„Die aktuelle Shuttlegeneration ist auf den Betrieb in baulich abgetrennten Fahrspuren ausgerichtet – diese Anwendung bedeutet für viele Städte bereits eine Entlastung der angespannten Verkehrssituation“, sagt Gollewski. „Strecken lassen sich so auslegen, dass sie den bestehenden ÖPNV optimal ergänzen.“ Auch die Anbindung des ländlichen Raums können Metropolen oder mittelgroße Städte auf diese Weise deutlich verbessern. Stillgelegte Schienentrassen lassen sich zu autonomen Shuttlestrecken umfunktionieren – und das zu deutlich geringeren Kosten, die alternativ die Reaktivierung elektrischer Schienenfahrzeuge mit sich brächte. Zumindest das die Meinung von ZF. Spannend wird jedoch, ob abgetrennte Fahrspuren, die zusätzliche Investitionen benötigen, für Städte und Kommunen leicht umzusetzen sein werden.

Autonome Shuttlesysteme auf abgetrennten Fahrspuren sind natürlcih für die Fahrgäste besonders attraktiv, da sich so keine Verzögerungen durch Staus ergeben – im Gegensatz zur Fahrt mit Robo-Taxis, die sich als regulärer VerkehrsteilnehmerInnen durch überlastete Straßen bewegen. Dank der hohen Taktung und Pünktlichkeit autonomer Shuttles könnten viele Passagiere schnell und komfortabel ans Ziel kommen, wenn es nach ZF geht. Dadurch würde die Akzeptanz des Transportmittels in der Bevölkerung steigen.

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Netzwerk

Mit der nächsten Generation autonomer Shuttles will ZF weitere Anwendungen abdecken – etwa den autonomen Shuttlebetrieb auf gesondert gekennzeichneten Fahrspuren sowie als regulärer Teilnehmer im allgemeinen Stadtverkehr.

Mit DB Regio hat ZF einen Partner gewonnen, der die Belange und Pläne von kommunalen Verkehrsunternehmen oder regionalen Verkehrsverbünden durch autonome Shuttles kennt und ergänzen soll. „Mit ZF hat DB Regio Bus einen starken Technologiepartner an der Seite, um den ÖPNV mit elektrischen, autonomen und flexiblen Shuttlebussen zu stärken. Wir verfolgen damit ein gemeinsames Ziel: die Straßen in Ballungsräumen, Städten und Gemeinden zu entlasten und den ÖPNV lokal emissionsfrei zu gestalten“, sagt Frank Klingenhöfer, Vorstand DB Regio Bus. Weitere Partnerschaften, beispielsweise für Leasing und Finanzierung der Fahrzeugflotten, werden in Kürze bekanntgegeben.

Mithilfe der eigenen Aftermarket-Organisation, die mit mehr als 10.000 Service-Werkstätten in 115 Ländern aktiv ist, will man bestenfalls überall auf der Welt auch Wartung und Service für autonome Shuttles übernehmen. ZF greift auch auf das Netzwerk von Entwicklungspartnern des Mutterkonzerns zurück. So arbeitet das Unternehmen auch eng mit Oxbotica zusammen. An dem britischen Hightech-Startup ist ZF mit fünf Prozent beteiligt. Oxbotica liefert die Software für autonome Fahrfunktionen, die auf dem Supercomputer ZF ProAI integriert werden kann und auch in den autonomen Shuttlesystemen läuft.

Autor: jst




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