02.04.2020 - 10:10

Volvo und Veoneer teilen Zenuity schon wieder auf

Nach drei Jahren ist schon wieder Schluss

Erst 2017 gründeten Volvo Cars und damals noch Autoliv das Joint Venture Zenuity. Das Unternehmen entwickelte bisher Software für Assistenzsysteme und das autonome Fahren. Nach nur drei Jahren wird Zenuity wieder aufgeteilt.

Ein Teil soll als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Software für unbeaufsichtigtes autonomes Fahren konzentriert. Diese Firma bleibt im Besitz von Volvo Cars. Der zweite Teil soll sich auf die Weiterentwicklung und Vermarktung von Fahrerassistenzsystemen konzentieren und wird in den Besitz von Veoneer übergehen und integriert. Veoneer selbst ging 2018 als Spin-off aus der Elektroniksparte des Zulieferers Autoliv hervor und war damit Anteilseigner am Joint Venture Zenuity.

Während der vergangenen drei Jahre soll Zenuity eine starke Softwareplattform für moderne Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrsysteme entwickelt haben, auf der die beiden getrennten Firmenteile nun weiter aufbauen und weiterentwickeln werden, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Rahmen der Vereinbarung zur Auflösung werden die Aktivitäten und Mitarbeiter von Zenuity mit Sitz in Göteborg (Schweden) und Shanghai (China) in das neue Unternehmen integriert, das dann Volvo Cars gehört. Die Niederlassungen und Mitarbeiter in Deutschland und den USA sollen hingegen bei Veoneer bleiben.

Der zukünftig zu Volvo Cars gehörende Bereich wird sich auf Software für das autonome Fahren konzentrieren, die in der nächsten Fahrzeuggeneration mit der SPA2-Fahrzeugarchitektur von Volvo eingeführt wird. Das neue Unternehmen bleibt trotzdem von Volvo Cars getrennt und betreibt zukünftig eigene Vertriebskanäle. Damit scheint Volvo Cars eine Distribution der Software auch an Dritte offen zu halten. Bereits Zenuity hatte als Zulieferer auch für Dritte gearbeitet.

„Volvo Cars hat sich verpflichtet, mit seiner nächsten Fahrzeuggeneration sicheres autonomes Fahren auf Autobahnen einzuführen“, erklärte Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars. „Wenn wir es dem neuen Unternehmen ermöglichen, sich voll auf diese Entwicklung zu konzentrieren, lassen sich unsere Ambitionen verwirklichen.“

„Das neue Unternehmen wird sichere und fortschrittliche Software für autonomes Fahren entwickeln“, ergänzt Dennis Nobelius, Vorstandsvorsitzender von Zenuity. „Wir glauben, dass es in Zukunft nur eine begrenzte Anzahl von globalen Software-Plattformen für autonomes Fahren geben wird. Eine dieser Plattformen beabsichtigen wir zu entwickeln.“

Das neue Unternehmen soll voraussichtlich spätestens im dritten Quartal 2020 in die neue Struktur überführt sein. Einen Namen nannte man für die neue Firma noch nicht.


Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Volvo Car Corporation

Autor: jst

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02.04.2020 10:48