04.07.2018 - 14:04

Volkswagen gründet neue Vehicle-on-Demand-Firma UMI

Volkswagen will seinen Kunden zukünftig auch Carsharing-Dienste anbieten. Der Rollout verschiedener Vehicle-on-Demand-Dienste – insbesondere Carsharing – soll über die Kundenplattform WE im Laufe des Jahres 2019 in Deutschland beginnen. Das gab der Konzern am 04. Juli 2018 auf einer Veranstaltung in Berlin bekannt. Bereits 2020 soll das Angebot auf große Metropolen in Europa, Nordamerika und Asien ausgedehnt werden. Dabei betont der Konzern in der Pressemeldung „Zero-Emission“, womit elektrisch angetriebene Fahrzeuge den Flottenbestand ausmachen sollen. 

„Wir sind der Überzeugung, dass der Carsharing-Markt noch Potenzial hat. Bei unseren Flotten für die Vehicle-on-Demand-Dienste setzen wir vollständig auf Elektrofahrzeuge“, erklärte Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand.

Vehicle-on-Demand-Dienste können neben dem Carsharing beispielsweise auch so genannte Mikromobilitätslösungen sein. Mit dem I.D. Cityskater 2 und der Studie I.D. Streetmate hatte Volkswagen kürzlich besonders kleine E-Mobile für urbane Zentren vorgestellt. Zur Zeit sind elektrische Kleinstroller in Deutschland noch verboten. Allerdings will die Bundesregierung wohl noch in diesem Jahr eine Gesetzesänderung anstoßen, die eine Nutzung von den Elektroscootern auch in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr erlauben würde.

Weitere Vehicle-on-Demand-Dienste sollen über die Kundenplattform WE angeboten werden, wie beispielsweise auch die Services einer Park App oder Location Based Vouchering. Insgesamt sollen solche Dienste künftig auch das Angebot von MOIA komplementär ergänzen. MOIA fokussiert sich mit seinem Angebot vor allem auf so genannte Ride Hailing- und Pooling-Angebote samt eigenem Elektrobus auf E-Crafter-Basis.

Die Vehicle-on-Demand-Dienste auf der Volkswagen WE Plattform werden von der UMI Urban Mobility International GmbH in Berlin, einer 100-Prozent-Tochter der Volkswagen AG, unter Leitung von Geschäftsführer Philipp Reth gesteuert. UMI soll zunächst mit knapp 30 Mitarbeitern noch in 2018 starten.

Für Volkswagen ist Carsharing kein neues Business. Das eigene Carsharing – Quicar – wurde bereits 2011 in Hannover gestartet, Anfang 2016 dann jedoch ins niederländische Greenwheels integriert. Seit 2013 ist der Konzern bereits mit 60 Prozent über Volkswagen Financial Services AG an dem Carsharer Greenwheels beteiligt. Unklar ist aktuell, wie diese Beteiligung bei Volkswagen WE eine Rolle spielen wird.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Volkswagen AG

 

Autor: jst

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