16.11.2020 - 08:50

Volkswagen setzt voll auf Digitalisierung und Elektromobilität

Der Volkswagen Konzern will seine Transformation zum digitalen Mobilitätskonzern weiter vorantreiben und investiert dafür im Rahmen seiner Planungsrunde 69 in den kommenden fünf Jahren rund 73 Milliarden Euro in Digitalisierung und Elektromobilität. Deutlich gestärkt wird das Schlüsselthema Digitalisierung, in das bis Mitte des Jahrzehnts rund 27 Milliarden Euro fließen sollen.

„Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns haben heute im Rahmen der Investitionsplanung die Eckpfeiler zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit des Konzerns gesetzt. Die Transformation des Unternehmens und seiner Marken sowie die strategische Ausrichtung auf die Kernbereiche der Mobilität werden konsequent umgesetzt. Die finanzielle Ausgangsbasis ist vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen in den nächsten Jahren grundsolide“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Hans Dieter Pötsch.

„In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen, auch bei der Software im Fahrzeug eine Spitzenposition einzunehmen. Nur als digitaler Mobilitätskonzern können wir den Bedürfnissen der Menschen nach individueller, nachhaltiger und vollvernetzter Mobilität in Zukunft gerecht werden. Dafür haben wir jetzt die Investitionen in die Digitalisierung verdoppelt,“ so der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess.

Der Planungsrunde zu Grunde liegt die Erwartung, dass die globale Wirtschaft über die nächsten fünf Jahre moderat wächst. Auch für die einzelnen Märkte wird ein moderates Wachstum mit regionalen Unterschieden vorausgesetzt. Die Steigerung der Produktivität um 30 Prozent und Einsparungen in der Verwaltung sollen die Transformation finanziell absichern. Darüber hinaus will der Konzern konsequent an der Optimierung seines Produktportfolios arbeiten. So werden wenig nachgefragte Modellvarianten, Motor-Getriebe-Kombinationen und Ausstattungen gestrichen, um die Komplexität zu reduzieren und die Portfolioeffizienz zu steigern. Nicht in den Planungen enthalten sind die Joint-Venture-Gesellschaften in China, da sie nicht Teil des Konsolidierungskreises sind und Investitionen in Werke und Produkte aus eigenen Mitteln finanzieren.

Schlüsselthema Digitalisierung

Mit rund 27 Mrd. Euro wurden die Investitionen in die Digitalisierung aufgrund ihrer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns im Vergleich zur vorhergehenden Planungsrunde verdoppelt, heißt es in einer Pressemitteilung. Darin enthalten sind demnach Ausgaben für die in diesem Jahr erfolgreich gestartete Car.Software-Organisation, die unter anderem ein standardisiertes Betriebssystem für die Fahrzeuge der Konzernmarken entwickeln soll. Zuerst ist dessen Einsatz im Audi-Projekt Artemis in 2024 geplant. Der Eigenanteil bei der Software soll von 10 auf 60 Prozent steigen. Darüber hinaus fließt im Bereich Digitalisierung ein großer Teil der Mittel in die erfolgskritischen Themen Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren sowie die Digitalisierung wesentlicher Unternehmensprozesse.

Wie der Konzern die Elektromobilität weiter vorantreibt, das lesen Sie bei unserer Schwesterpublikation electrive.net >>

Autor: jst

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16.11.2020 08:30