14.01.2020 - 14:57

KINTO – Toyota startet Marke für Mobilitätsdienste in Europa

Unter dem Namen „Kinto“ startet Toyota in Europa eine neue Marke für Mobilitätsdienstleistungen. Der japanische Automobilhersteller will seinen Wandel zum Mobilitätsunternehmen vorantreiben, das verschiedene Dienste und Services rund um die Beförderung von Menschen auf der ganzen Welt offerieren soll.

Toyota gründete das Tochterunternehmen „Kinto“ bereits Anfang 2019. Dieses war ein Gemeinschaftsprojekt der Toyota Financial Services und der japanischen Aftersales-Firma Sumitomo Mitsui Auto Service Company. Der Fokus lag zuerst bei Abonnements für Autos.

Um sein Angebot an Mobilitätsdienstleistungen auszubauen, verfolgt Toyota zusätzlich zum traditionellen Verkauf von Privat- und Flottenfahrzeugen eine Strategie, die auf vier Säulen basiert. Mit der neuen Marke Kinto will Toyota sowohl neue Gruppen von Mobilitätsnutzern ansprechen – von Einzelpersonen bis hin zu Firmenkunden und Städten. Die Japaner wollen ihren Anteil am Full-Service-Leasing erhöhen, das aus der Bereitstellung von Komplettfahrzeug- und Service-Angeboten verschiedener Marken für Firmen- und Privatkunden besteht. Gleichzeitig will man die Möglichkeiten der Daten- und Fahrzeugkonnektivität nutzen, um Dienste wie Carsharing, Fahrgemeinschaften oder Abonnements zu entwickeln und einzuführen, wenn dies sinnvoll erscheint. Außerdem sollen künftige Fortschritte beim automatisierten Fahren automatisch in Mobilität-als-Service (MaaS) Verkehrsmittel integriert und erporbt werden, beispielsweise mit dem Toyota e-Palette, dessen Konzept derzeit auf globaler Ebene entwickelt wird.

„Kinto ist Teil unserer Strategie, unser gesamtes europäisches Geschäft auszubauen“, erklärt Johan van Zyl, Präsident und CEO von Toyota Motor Europe. „In Märkten, in denen dies tragfähig und nachhaltig sein kann, werden wir durch die Ergänzung unseres traditionellen Geschäftsmodells um Mobilitätsdienstleistungen auf neue Kundenbedürfnisse reagieren und aufkommende Mobilitätsanforderungen von Städten und Regionen unterstützen.“

Mit der Marke Kinto will man das Angebot auf neue Wege der Mobilitätsnutzung ausrichten. Es soll inklusiv und vertrauenswürdig, einfach und problemlos sowie nachhaltig sein. Der Name der neuen Marke leitet sich von dem japanischen Wort „Kintoun“ oder „Flying Nimbus“ ab – einer Wolke, die in Japan eine berühmte Zeichentrickfigur auf Abruf transportiert. Genau wie Kintoun möchte Kinto immer dann zur Verfügung stehen, wenn ein Kunde nach einfachen und cleveren Möglichkeiten sucht, sich zu bewegen, wann immer und wo immer er will.

„Unsere neue Mobilitätsmarke Kinto zeigt, dass das Unternehmen die sich entwickelnden Mobilitätsbedürfnisse der Kunden erfüllen will. Toyota und Lexus sind etablierte Automobilmarken mit zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Fahrzeugen. Mit Kinto wollen wir eine ebenso starke Marke für Mobilitätsdienstleistungen schaffen – eine Marke, die außergewöhnliche Kundenerlebnisse bietet, egal ob man sich in der Nähe seines Wohnortes bewegt oder in anderen Märkten. Kinto verkörpert die Ambition von Toyota, immer bessere Mobilität für alle zu bieten“, ergänzt Matthew Harrison, Executive Vice President Toyota und Lexus Sales.

Die Kinto Dienstleistungen werden je nach Markt variieren. Toyota macht das abhängig von Rentabilität und Nachhaltigkeit. Die ersten Dienstleistungen, die in einigen europäischen Märkten eingeführt werden sollen, sind:

– Kinto One: ein Full-Service-Leasing-Angebot, bei dem Fahrzeug, Service und – marktabhängig – auch Versicherung in einer monatlichen Zahlung kombiniert werden.
– Kinto Share: ein Carsharing-Angebot, das auf der großen Hybridpalette basiert, auf die Nutzer zeitweise zugreifen können. Der bestehende Carsharing-Dienst Yuko von Toyota, der bereits in mehreren europäischen Städten (Dublin, Venedig, Kopenhagen und Madrid) angeboten wird, wird in Kinto umbenannt.
– Kinto Join: Mitfahrgelegenheiten, die Mitarbeiter verbinden, die ihren täglichen Arbeitsweg teilen möchten, was sowohl den Mitarbeitern als auch den Unternehmen zugutekommt, da sie ihren CO2-Fußabdruck reduzieren.
– Kinto Flex: Autoleasing im Abonnement, was für mehr Flexibilität sorgen soll.

Weitere Dienste wie Ride-Hailing oder eine multimodale App werden derzeit evaluiert, heißt es von Toyota. Die Dienste sollen über mobile Apps, die digitale Bezahlmöglichkeiten integrieren, genutzt werden.

Bereits seit 2018 arbeitet Toyota an der Integration neuer Mobilitätsdienstleistungen in das bestehende europäische Geschäft, das sich zuvor vorwiegend auf den Verkauf von Fahrzeugen beschränkte. Toyota gründete hierfür zwei neue Geschäftseinheiten: die auf Full-Service-Leasing spezialisierte Toyota Fleet Mobility mit Sitz in Köln und das in London stationierte Toyota Connected Europe, eine Gesellschaft für digitale Plattformen.

Toyota Fleet Mobility konzentriert sich auf den Ausbau des Full-Service-Leasings in Europa. Das Unternehmen wächst sowohl organisch (mit derzeitigen Tochtergesellschaften in Spanien, Frankreich und Italien) als auch durch Akquisitionen. Vor kurzem wurde beispielsweise Inchcape’s Fleet Solutions erworben. Toyota will damit das Geschäft auf dem britischen Markt ausbauen. Toyota Fleet Mobility ist ein Joint-Venture zwischen der Toyota Financial Services Corporation und Toyota Motor Europe.

Toyota Connected Europe ist die europäische Tochtergesellschaft des Toyota Technologie- und Datenunternehmens. Sie entwickelt und implementiert verschiedene Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit vernetzten Fahrzeugsystemen, darunter das Toyota Big Data Center, sowie Dienstleistungen innerhalb der Toyota eigenen Mobilitätsservice-Plattform.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Toyota Deutschland GmbH

Autor: jst
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14.01.2020 14:27