12.11.2020 - 07:24

Hella baut Elektronikwerk in Litauen weiter aus

Das Werk in der Freien Wirtschaftszone Kaunas hat im August 2018 die Produktion unterschiedlicher Elektronikkomponenten aufgenommen. Der Zulieferer will nun einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den langfristigen Ausbau der Produktionskapazitäten investieren.

Der Automobilzulieferer Hella baut sein Elektronikwerk in Litauen weiter aus. Derzeit werden am Standort Sensoren und Aktuatoren sowie lichtelektronische Bauteile gefertigt und mehr als 180 Mitarbeiter beschäftigt. Angesichts der weiter steigenden Nachfrage soll der litauische Standort innerhalb der nächsten Jahre kontinuierlich erweitert werden. Hella investiert daher in den langfristigen Ausbau der Produktionskapazitäten einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag; die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll in diesem Zuge auf bis zu 430 Beschäftigte aufgestockt werden. In der ersten Phase soll die Gebäudefläche des Werks zunächst auf insgesamt 22.000 Quadratmeter vergrößert werden. Dies umfasst neben neuen Produktions- und Büroflächen auch eine rund 1.000 Quadratmeter große Laboreinrichtung. Für Sommer 2021 ist zudem die Serienproduktion weiterer Elektronikkomponenten geplant, beispielsweise aus dem Bereich Energiemanagement.

„In den letzten zwei Jahren hat sich der Standort Litauen zu einer wichtigen Säule in unserem globalen Produktionsnetzwerks entwickelt“, sagt HELLA CEO Dr. Rolf Breidenbach. „Mit den weiteren Investitionen unterstreichen wird nicht nur die Bedeutung des Standorts, sondern legen auch die Basis für weiteres Wachstum im Elektronikbereich.“

Insgesamt sortiert sich der Zulieferer gerade neu. Im September hatte die Car.Software Org des Volkswagen Konzerns die Übernahme des Geschäftsbereichs für Frontkamerasoftware einschließlich der zugehörigen Bereiche Testing und Validation der Hella-Software-Tochter Hella Aglaia angekündigt. Darüber hinaus hatte Hella ebenfalls im September die Gründung eines Global Software House für die unternehmensweiten Softwareaktivitäten des Zulieferers angekündigt, um Kompetenzen im Konzern zusammenzuführen und digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Verankert ist das Entwicklungszentrum beim Berliner Tochterunternehmen und Softwarespezialisten Hella Aglaia.

Autor: jst

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12.11.2020 07:12