10.08.2020 - 13:49

EWE Go: Sharing-Modell schließt Mobilitätslücke

Der Versorger EWE ist mit 114 Elektrorollern seit gut zwei Monaten überall in Oldenburg unterwegs. Die Flotte läuft unter EWE Go, dem Mobilitätsunternehmen des Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstleisters EWE. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Offenbar funktioniert das Konzept auch in einer Stadt mit knapp 170.000 Einwohnern.
Meyer zu Natrup berichtet: „Das Interesse an den E-Rollern ist enorm. Das haben wir – bei allem Optimismus – so nicht erwartet. Bis heute haben sich rund 5.000 Nutzer bei uns registriert, insgesamt kommen wir auf knapp 4.000 Rollerfahrten und rund 27.000 gefahrene Kilometer. Das zeigt uns, dass wir aufs richtige Pferd beziehungsweise Gefährt gesetzt haben.“

Die eMopeds fahren mit Ökostrom. Mit einer Reichweite von rund 100 Kilometern und einer Maximalgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern sollen sie in der Stadt mit ca. 170.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Lücke zwischen Fahrrad und Auto schließen. Gleichzeitig bieten sie eine gute Alternative für alle, die aufgrund der Corona-Pandemie öffentliche Verkehrsmittel meiden wollen, heißt es bei EWE Go. Und sie sorgten – als Autoersatz – für saubere Luft in der Stadt. Über die Feinstaubbelastung in den Städten wurde in der Vergangenheit auch in Oldenburg heftig diskutiert, da dort der Kohlendioxid-Grenzwert oftmals überschritten wurde.

Schon vor dem offiziellen Marktstart waren die E-Roller heiß begehrt. Aufgrund der Corona-Pandemie verschob EWE Go den Verleih und stellte die Motorroller zunächst Menschen in systemrelevanten Berufen kostenfrei zur Verfügung. Auch Gastronomiebetriebe durften die E-Roller für ihre Lieferfahrten kostenfrei nutzen. „Diese Zeit war für uns eine gute Testphase, um zu sehen, ob das Leihmodell funktioniert und wie die Roller angenommen werden.“, berichtet Meyer zu Natrup.

Damit hat EWE Go ein wichtiges Ziel erreicht: „Mit dem E-Rollersharing wollen wir für Elektromobilität begeistern und zeigen, wie einfach und sicher der klimafreundliche Fahrspaß ist“, sagt Heiko Hambrock, Geschäftsführer von EWE Go. Auf diese Weise sollen Berührungsängste abgebaut und der Umstieg auf elektrische Antriebe erleichtert werden. Hambrock weiter: „Gleichzeitig greifen wir mit unseren E-Rollern einen Trend auf, der in vielen europäischen Metropolen fest zum Alltag gehört: teilen statt zu besitzen. Car- und Bikesharing sind vielerorts bereits etabliert. Das Geschäft mit den Leihrollern dagegen ist noch relativ neu, kommt seit kurzem aber auch hierzulande in Schwung. Zukünftig wollen wir unser Rollersharing-Angebot ausbauen und planen dazu Kooperationen mit ortsansässigen Unternehmen, wie zum Beispiel Hotels, Jugendherbergen, Firmen, Touristen- und Freizeitunternehmen oder Krankenhäuser.“

Wer das Rollerangebot nutzen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und einen Führerschein besitzen (mindestens Klasse AM, auch ein Autoführerschein reicht aus.) Über die App von EWE Go läuft die Registrierung und Führerscheinvalidierung. Die Anmeldung ist zunächst kostenlos. Alle verfügbaren Roller werden in der App angezeigt und können für maximal 15 Minuten reserviert werden. Die Roller können dann – ebenfalls per App – entriegelt und gebucht werden. „Wir arbeiten hier nach dem Free-Floating-Prinzip“, erklärt Aike Meyer zu Natrup.

Fallen Parkgebühren an, müssen die Fahrer diese selbst begleichen. Abgerechnet wird nach dem Minuten-Prinzip: Je angebrochene Fahrminute wird ein Centbetrag fällig. Die Tagesmiete ist mit einem festen Betrag gedeckelt. Das Laden der Flotte übernimmt ein Serviceteam von EWE Go.  Zudem desinfiziert das Serviceteam die Roller in regelmäßigen Abständen. Jedem Roller liegen Desinfektionsmittel bei und zwei Helme in verschiedenen Größen sowie Hygienehauben. Diese bedecken den Teil des Kopfes, der mit dem Helm in Berührung kommt.

Autor: jst

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