23.01.2019 - 12:50

DVR warnt vor Googles Blitzer-App

Google Maps will vor Blitzern warnen: Das sorgt für massive Kritik seitens des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Dort ist man der Ansicht, Google verstoße damit gegen geltendes Recht und gefährde die Verkehrssicherheit. Der DVR ist der Meinung, dass es gegen geltendes Recht verstoße und zudem die Verkehrssicherheit gefährde.

Beim Fahren technische Geräte zu verwenden, die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzeigten, sei laut Paragraph 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) unzulässig. Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des DVR, hält das Freischalten dieser Funktion daher im Auto für rechtswidrig. Besonders zwei Gründe hält er für problematisch:

  • Blitzer werden als reine Abzockemaßnahme wahrgenommen. Der Fahrer reflektiert nicht mehr, dass sie an Gefahrenstellen positioniert werden, um dort für ein angemessenes Tempo zu sorgen.
  • Gefährliches Beschleunigen, nachdem man den Blitzer passiert hat, ist vorprogrammiert. Damit würde rücksichtslosem Verhalten im Straßenverkehr Tür und Tor geöffnet.

„Für die Verkehrssicherheit ist beides eine Katastrophe“, erklärt Kellner.

Neben der potenziellen Verkehrssicherheitsgefährdung kann es für den Nutzer zudem teuer werden. Ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro wird für die Nutzung einer Blitzer-App während der Fahrt erhoben. Desweiteren könnte das Freischalten dieser Funktion auch für Google Konsequenzen haben, denn nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz muss auch derjenige mit dem Bußgeld rechnen, der an dem Vergehen beteiligt ist.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial des DVR

Autor: jst
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23.01.2019 12:15