28.10.2015 - 10:59

Die Connected Lounge

In der Zukunft autonom – an dieser Vision führt im Hause Daimler offenbar kein Weg mehr vorbei. Im Januar gab es den Mercedes F 015 Luxury in Motion, schon im Herbst 2014 wurde der Future Truck vorgestellt. In der Nacht zu Mittwoch stellte Mercedes Benz auf der Tokyo Motor Show das Konzept ‘Vision Tokyo’ vor. Und die Ansage ist klar: Es geht um das Auto als dritten Raum. Denn Daimler bezeichnet das auf dem Mercedes F 015 basierende Fahrzeug direkt als Connected Lounge.

Mercedes Benz bezeichnet das Konzept als richtungsweisende Raumerfahrung mit monolithischem Körper, futuristischer Designsprache und einer Lounge-Landschaft im Innenraum. Der neueste Entwurf sei raumeffizienter, wandlungsfähiger und intelligent vernetzter Urban Transformer, der die Verjüngung der Marke Mercedes-Benz widerspiegeln soll.

Rollende Chill-Out-Zone

Gorden Wagener, Leiter Design Daimler AG, sieht den Fünfsitzer als eine automobile Lounge für eine zukünftige Generation von Megacities. Entworfen haben den Vision Tokyo die Designer des globalen Advanced Design Studio-Netzwerks von Mercedes-Benz. In der Pressemitteilung zur Fahrzeugpräsentation spricht Daimler selbst vom Auto der Zukunft als einem hippen Lebensraum und vergleicht das Concentp-Car mit einer Chill-Out-Zone im quirligen Straßenverkehr von Megacities.

Vision Tokyo

Der Vision Tokyo sei eine Hommage an die urbane Generation Z, die nach 1995 geboren und mit den neuen Medien aufwächst. Das Fahrzeug sei demnach nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern vielmehr ein digitaler, automobiler Begleiter.

Interessant ist der Verweis auf die Fortentwicklung der Software: Dank neuer Algorithmen entwickelt sie sich ständig weiter, bei jeder Fahrt lerne das Auto dank Deep Machine Learning und einer intelligenten Predictive Engine seine Insassen und deren Wünsche und Vorlieben besser kennen.

Designsprache transportiert die Digitalisierung

Beleuchtete blaue Flächen und Linien – unter anderem den 26 Zoll großen Felgen und den Seitenschwellern – setzen farbige Akzente und sollen den emissionsfreien Elektroantrieb der Studie signalisieren. Einen Hinweis auf den möglichen autonomen Betrieb und die dazu nötige umfangreiche Umfeldsensorik, unter anderem mit einer 360-Grad-Kamera, gibt die Finne auf dem Fahrzeugdach.

Mercedes-Benz Concept Tokyo 2015

Statt einer klassischen Frontscheibe besitzt der Vision Tokyo eine durchgehende Glasfläche – ähnlich der Cockpitverglasung eines Powerboats. Auf dem Feld an der Front des Fahrzeugs können unterschiedliche Leuchtfunktionen dargestellt werden. Läuft Musik im Fahrzeug, visualisiert das Display beispielsweise wie ein Sound-Analyser das Klangbild. Die Heckscheibe ist mit roten LED-Kuben ringförmig umrandet, was für eine optische Tiefe sorgt. Auch hier lässt sich das LED-Feld – zur Anzeige des Blinkers oder der Analyser-Funktion – nutzen.

Technische Details

Die Abmessungen des Vision Tokyo (Länge/Breite/Höhe: 4.803/2.100/1.600 mm) entsprechen denen eines Mittelklasse-Fahrzeugs. Die bis zu fünf Passagiere gelangen über die nach oben schwingende Türe auf der linken Seite in den Innenraum – ideal für den Linksverkehr in Japans Megacity. Die klassische Sitzordnung in Reihen ist somit aufgehoben. Man setzt sich stattdessen in eine großen oval geformten Couch. Apps, Landkarten und Anzeigen des Entertainment-Systems werden mit einem Projektor als dreidimensionale Hologramme im Raum dargestellt.

Soll der Vision Tokyo von Hand gesteuert werden, lässt sich in Fahrtrichtung vorne mittig ein Sitz aus der Couch herauslösen, ähnlich dem „Jump Seat“ in Flugzeug-Cockpits. Auch das Lenkrad wird aus der Standby-Position in Fahrlage gebracht.

Im Vision Tokyo soll ein Elektroantrieb mit Brennstoffzelle aufprallgeschützt integriert werden. Dieser basiert auf dem F-CELL PLUG-IN HYBRID des F 015 Luxury in Motion und kombiniert die Stromerzeugung an Bord mit einer besonders leistungsfähigen und kompakten Hochvoltbatterie, die berührungslos per Induktion aufgeladen werden kann. Zur Wasserstoffspeicherung sieht das Konzept Drucktanks aus CFK vor. Die Gesamtreichweite dieses Elektro-Hybridsystems beträgt 980 Kilometer, davon können rund 190 Kilometer mit der Batterie gefahren werden und ca. 790 Kilometer mit dem on-board generierten Strom aus der Brennstoffzelle.

Die besten Bilder

Mercedes-Benz and smart at the 2015 Tokyo Motor Show

Mercedes-Benz and smart at the 2015 Tokyo Motor Show

Mercedes-Benz and smart at the 2015 Tokyo Motor Show

Mercedes-Benz and smart at the 2015 Tokyo Motor Show

Mercedes-Benz Concept Tokyo 2015

Mercedes-Benz Concept Tokyo 2015

Mercedes-Benz Concept Tokyo 2015

Vision Tokyo

Vision Tokyo

Vision Tokyo

Vision Tokyo

Vision Tokyo

Vision Tokyo

Vision Tokyo

(Mit Bild-, Video- und Textmaterial der Daumler AG)

Autor: jst

– PODCAST –

Wir starten mit einer neuen Staffel unseres Podcasts und freuen uns über unseren Partner Bosch Service Solutions GmbH. Für den Auftakt dieser Staffel, die 10 Folgen umfassen wird, sprechen dann auch direkt mit Arne Schönfeld. Er ist Head of Sales & Marketing für die DACH-Region bei Bosch Service Solutions. Was müssen die Services rund um die Mobilität leisten und welche Rolle spielt dabei ein Restaurant samt passendem Blumenstrauß? Das beantwortet Arne Schönfeld in der aktuellen Podcast-Folge.
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28.10.2015 10:14