21.11.2019 - 14:28

Continental stellt Weichen für Transformationsdekade

Der Vorstand von Continental hat sich das GO des Aufsichtsrates geholt. Der hat das angekündigte Programm „Transformation 2019 – 2029“ genehmigt. Conti will damit die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens bewerkstelligen, Personalabbau eingeschlossen.

In einer Pressemitteilung des Unternehmens sieht Continental denn schnellen Umstieg auf die Elektromobilität als wichtigen Faktor, der eine strategische Neuausrichtung nötig macht. Gleichzeitig wird der schnelle Umstieg der OEMs auf digitale Systeme ebenfalls ein wichtiger Punkt.

Konzentration auf Wachstumsfelder

Der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart erklärte: „Wir konzentrieren uns schnell und voller Energie auf unsere profitablen Wachstumsfelder. Dazu zählen das assistierte, automatisierte und vernetzte Fahren, die Dienstleistungen für Mobilitätskunden, das Reifengeschäft sowie das Geschäft mit Industrie- und Endkunden. Daraus erwachsen die Arbeitsplätze der Zukunft.“

Unterstützung für Mitarbeiter im Transformationsprozess

Für die vom Strukturprogramm betroffenen Mitarbeiter hat Continental gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern den unternehmensweiten internen Arbeitsmarkt erheblich ausgebaut, heißt es seitens des Unternehmens. Darüber hinaus hat das Unternehmen jüngst das Institut für Technologie und Transformation (CITT) gegründet. Es bietet den Mitarbeitern maßgeschneiderte Schulungen, Seminare und Trainings zur gezielten Qualifizierung an. Das Ziel dabei: den Mitarbeitern nachhaltige berufliche Perspektiven und erweiterte Beschäftigungschancen eröffnen. Auf diese Weise ksollen sie sich sowohl für den internen als auch für den externen Beschäftigungsbedarf vorbereiten können.

Verstärkte Qualifizierung und ein ausgeweiteter, interner Arbeitsmarkt zielt darauf ab, die Mitarbeiter aktiv auf freie oder frei werdende Stellen im weltweiten Konzernverbund zu vermitteln und Fachkräfte zu halten. Auf lokaler Ebene arbeitet Continental darüber hinaus mit anderen Unternehmen in den betroffenen Regionen zusammen, um Mitarbeiter bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung zu unterstützen.

Standortschließungen als Folge

Bis spätestens 2028 laufen die Produktionen verschiedenster Technologien aus, die Bestandteile bei Fahrzeugen mit Diesel- und Benzinmotoren sind. Betroffene Standorte sind Roding und Limbach-Oberfrohna (Deutschland), Pisa (Italien) und Newport News, Virginia (USA).

Aber auch für den deutschen Babenhausen ist die schrittweise Einstellung der Serienproduktion von Anzeige- und Bedientechnologien des Geschäftsbereichs Instrumentation & Driver HMI bis Ende 2025 besiegelt. Darüber hinaus sollen bis Ende 2021 bestimmte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an andere Standorte transferiert werden. Betroffen sind nach derzeitigem Stand über 2.200 Arbeitsplätze. Der Standort Babenhausen bleibt als Leitungsstandort des Geschäftsbereiches mit Entwicklung und Administration bestehen.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Continental AG

Autor: jst
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21.11.2019 14:04