16.07.2021 - 08:36

Conti bereitet Produktion von Fernbereichs-Lidar vor

Continental integriert Fernbereichs-Lidar von AEye und erweitert damit seine integrierte Plattform für automatisiertes Fahren für Personen- und Nutzfahrzeuge. Contis komplementärer Ansatz soll sicherstellen, dass das System unter allen Umgebungsbedingungen arbeiten kann – auch bei tief stehender Sonne, starkem Regen, dichtem Nebel und kalten oder warmen Temperaturen.

Zehn Monate nach Beginn der Zusammenarbeit mit dem Lidar-Startup AEye integriert Continental die Fernbereichs-Lidar-Technologie in die eigene Full-Sensor-Stack-Lösung und bietet damit das erste Full-Stack-System in Automotive Qualität für automatisierte und autonome Fahranwendungen von Level 2+ bis Level 4. Die auf der Lidar-Technologie von AEye basierende Lösung ist ein wesentlicher Bestandteil des Sensor-Setups für Hochautomatisierte Fahrzeugsysteme. Sie ergänzt die Radar-, Kamera- und Ultraschalltechnologien im Sensorsystem von Continental und ermöglicht eine redundante Plattform für automatisiertes Fahren, die komplexe und vielfältige Verkehrsszenarien sowie widrige Wetterbedingungen bewältigen können soll.

Komplexe und sicherheitskritische Verkehrsszenarien, wie Hindernisse auf der Fahrbahn und schnell fahrende Fahrzeuge auf Autobahnen, erfordern von hochautomatisierten Systemen eine maximale Erfassungsreichweite und Bildauflösung, um eine ausreichende Reaktionszeit zu gewährleisten. Ein einzelner Technologieansatz könne diese Anforderung nicht erfüllen, erklärt man bei Continental. Der komplementäre Ansatz von Continental soll außerdem sicherstellen, dass das System unter allen Umgebungsbedingungen arbeiten kann.

Eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Technologien sei es, sie für den Massenmarkt zugänglich zu machen. Continental industrialisiere nun die Referenztechnologie von AEye für die Massenmarktproduktion, was entscheidend sei, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, auf die sich Fahrzeughersteller verlassen können, so der Zulieferer.

„Unsere Partnerschaft mit AEye ist einzigartig, weil Continental dadurch in der Lage ist, in sehr kurzer Zeit ein neuen Fernbereichs-Lidar zu entwickeln, der auf der Referenzarchitektur und Software von AEye basiert“, sagte Dr. Gunnar Jürgens, Leiter des Bereichs Lidar bei Continental. „Wir werden den gesamten Produktlebenszyklus managen, einschließlich der Entwicklung eines Massenmarktprodukts sowie der Fertigung, Validierung und Prüfung entsprechend der hohen Automotive Standards.“

„Mit der adaptiven Lidar-Technologie von AEye können Fahrzeughersteller das Sichtfeld und die Auflösung des Sensors für verschiedene Anwendungsfälle per Software optimieren“, erklärt Frank Petznick, Leiter der Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme bei Continental. „Dies ist eine natürliche Ergänzung zu unserer konfigurierbaren Full-Stack-Plattform. Diese integriert Kamera, Radar und Lidar Technologien nahtlos in unsere Steuergeräte für automatisiertes Fahren und Softwarelösungen. Fahrzeughersteller von Pkw und Nutzfahrzeugen erhalten so die Möglichkeit, die gewünschten ADAS-Funktionen innerhalb einer großen Bandbreite von Fahrzeugmodellen einfach auszuwählen und zu kombinieren.“

Laut Conti werden bereits erste Muster des neuen HRL131 Fernbereichs-Lidar im Werk in Ingolstadt produziert. Mit diesen Mustern will Continental die weitere Industrialisierung vorantreiben. Parallel dazu wurde mit den Vorbereitungen zum Aufbau der Serienproduktion begonnen. Der Serien-Produktionsstart ist für 2024 geplant.

Autor: jst

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