09.12.2020 - 08:55

Bosch steigt beim US-Startup Sfara ein und investiert bei Sunlight gemeinsam mit OpenOcean

Die Virtualisierungstechnologie von Sunlight soll bei Engpässen in Anwendungen wie KI, Analytics und Big Data helfen, die durch das hohe Datenaufkommen entstehen. Mit der Minderheitsbeteiligung an Sfara will Bosch zudem sein Geschäft mit Mobilitätsdiensten weiter ausbauen.

Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC), die Wagniskapital-Gesellschaft der Bosch Gruppe, hat an einer 6 Mio. US-Dollar Finanzierungsrunde für das in Cambridge (UK) ansässige Unternehmen Sunlight teilgenommen. Die Investition erfolgte zusammen mit dem VC-Fond OpenOcean, der auf den europäischen Märkten in der Frühphase in B2B-Software investiert und von Investoren und Gründern von MySQL gegründet wurde. Die Einnahmen aus der Runde sollen genutzt werden, um das Geschäft des Unternehmens insbesondere im US-Markt zu skalieren.

Während sich Unternehmen zur Bewältigung ihrer Kerngeschäftsprozesse immer stärker auf datenintensive Anwendungen wie Analytics, Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) verlassen, kann die Technologie von Sunlight die Infrastrukturkosten für den Betrieb dieser Anwendungen um 70 % senken. „Jetzt wo KI und IoT eine immer wichtigere Rolle im Leben der Menschen spielen, müssen Unternehmen wie Bosch nie dagewesene Datenmengen verarbeiten“, sagt Dr. Ingo Ramesohl, Geschäftsführer von RBVC. „Da Sunlight alle Vorteile der Virtualisierung sowohl für Hochleistungsprozesse in der Cloud als auch für Anwendungen in der Edge ermöglicht, hat es für Bosch eine hohe strategische Relevanz, um potentiell digitale Abläufe zu optimieren.“

Bosch Service Solutions will sein Geschäft mit Mobilitätsdiensten weiter ausbauen und erwirbt dazu eine Minderheitsbeteiligung an dem Startup Sfara Incorporation mit Sitz in Hoboken, USA. Bereits seit vergangenem Jahr arbeiten die beiden Unternehmen zusammen: Sfara wurde im Jahr 2012 gegründet und bietet App-basierte Technologien für mobile Geräte an, die Zusammenstöße von Fahrzeugen und andere Notfälle erkennen. Das Smartphone aktiviert dann einen automatischen Notruf wie den eCall-Service von Bosch und ruft schnelle erste Hilfe. Eine Vereinbarung zum Erwerb der Minderheitsbeteiligung haben die beiden Unternehmen am 25. November 2020 unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Mit der Beteiligung an Sfara stärken wir unsere Kooperation und bauen den erfolgreichen Bosch eCall Notrufservice und Pannendienst gemeinsam weiter aus“, sagt Henning von Boxberg, Vorsitzender des Bereichsvorstandes Bosch Service Solutions.

Autor: jst




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09.12.2020 08:29