08.11.2021 - 12:01

Daimler Mobility und Visa partnern für In-Car-Payments

Im Rahmen einer globalen Technologiepartnerschaft zwischen Daimler Mobility und Visa wird Daimler „native“ In-Car-Payments anbieten. Um eine Zahlung direkt aus dem Auto heraus zu authentifizieren, genügt künftig ein Fingerabdruck.

Als Ergebnis einer neuen globalen Technologiepartnerschaft zwischen Daimler Mobility und Visa wird Daimler „native“ In-Car-Payments anbieten. Mithilfe des Fingerabdrucks kann man zukünftig eine Zahlung direkt aus dem Auto heraus authentifizieren. KundInnen müssen weder ein Passwort eingeben noch auf ihr Mobiltelefon zurückgreifen. Durch die „Delegated Authentication“ Technologie von Visa wird das Fahrzeug selbst zum Zahlungsgerät.

Ab Frühjahr 2022 können zunächst KundInnen von Mercedes-Benz in Deutschland und Großbritannien sowie später in weiteren Märkten Europas Zahlungen im Auto über einen Fingerabdruck-Sensor vornehmen. Einkäufe werden dabei im Auto direkt über die Head-Unit, das Multimediasystem MBUX, getätigt. Die Lösung soll zu einem späteren Zeitpunkt in weiteren Märkten weltweit verfügbar sein.

Die Zahlungsabwicklung direkt aus dem Auto heraus wird über die globale ePayment-Plattform Mercedes pay von Daimler Mobility ermöglicht. Die NutzerInnen können damit Waren und Services wie Mercedes me Dienste oder Tank- und Parkvorgänge direkt über das Auto bestellen und bezahlen.

Die Technologie hinter dem nativen In-Car-Payment ist Mercedes pay als Bestandteil von Daimlers Mobilitäts- und Digitalisierungsstrategie und wird von der Mercedes pay GmbH, einem Unternehmen des Geschäftsfelds von Daimler Mobility, betrieben.

Von der Seite des Zahlungsdienstleisters Visa wird ein eigenes Cloud Token Framework als Cloud-basierte Sicherheitstechnologie genutzt, die mehr Flexibilität über mehrere Geräte hinweg ermöglichen soll. Visa Cloud Token schützen und verschlüsseln nach Angaben des Anbieters sensible Zahlungsinformationen, indem sie Daten umwandeln und sicher speichern. Darüber hinaus ermöglichen Cloud Token es, nicht nur das Auto, sondern zahlreiche weitere Endgeräte der VerbraucherInnen direkt mit dem Kartenkonto bei der Bank der NutzerInnen zu verbinden.

Auf diese Weise soll das Kauferlebnis insgesamt wesentlich bedienungsfreundlicher werden, da die Eingabe langer Kartennummern vor dem Kauf überflüssig sei, heißt es in einer Pressemittielung von Daimler Mobility. Das Wechseln zwischen Geräten zur Zahlungsauthentifizierung entfalle demnach. Die Anwendung soll eine Zwei-Faktor-Authentifizierung auslösen.

E-Commerce im Auto

Allein in den nächsten zwei Jahren soll die Zahl der vernetzten Autos schätzungsweise auf mehr als 352 Millionen weltweit ansteigen. Das Gesamtvolumen der Zahlungen im Fahrzeug soll gar bis 2025 einen Betrag in Höhe von etwa 86 Milliarden US-Dollar erreichen.

Mobilitätstrends in den Bereichen Elektromobilität, Carsharing, autonomes Fahren und Fahrzeugvernetzung erhöhen demnach den Bedarf an Bezahlmöglichkeiten aus dem Fahrzeug heraus. Heute müssen sich Autofahrerinnen und -fahrer beim Kauf von Dienstleistungen rund ums Fahrzeug oft über ein separates Endgerät auf einer Website anmelden. Zukünftig könnte das einfache Einkaufen über das Fahrzeug deutlich die zusätzlichen digitalen Erlöse der OEMs steigern.

Autor: jst

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