19.12.2019 - 14:56

ZF will sich zum Anbieter von Software-Produkten weiterentwickeln

Den Wandel hin zum Anbieter von softwaregestützten Mobilitätslösungen soll die Zusammenarbeit mit Microsoft beschleunigen. Auf der CES präsentiert der Zulieferer seine Vision von Software-Entwicklung mit „cubiX“, der Software-Komponente, die auf Sensor-Informationen des gesamten Fahrzeugs zugreift und sie für eine optimierte Steuerung aktiver Systeme in Fahrwerk, Lenkung, Bremse und Antriebsstrang nutzt.
ZF will schneller werden, wenn es um eine umfassendere Software-Entwicklung geht. Für mehr Geschwindigkeit und Qualität bei Prozessen, Methodenn und Lösungen im Software-Engineering sucht sich der Zulieferer die Unterstützung von Microsoft. Durch diesen Wandel will ZF seine globalen Ressourcen effizienter einsetzen und besser auf Kundenbedürfnisse reagieren können. In der Zusammenarbeit mit Microsoft nutzt ZF die Azure Cloud-Services und Entwicklertools sowie Microsofts Erfahrungen in der agilen Softwareentwicklung. In Zukunft wird ZF auch als Anbieter von reinen Software-Produkten im Automotive-Markt auftreten, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

„Software wird in Zukunft einer der größten Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Fahrzeugsystemen sein. Gerade wenn es darum geht, höhere Automatisierungsgrade zu realisieren, wird Software eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sein. Diesen Trend wollen wir mit vorantreiben. Die Zusammenarbeit mit Microsoft wird es uns ermöglichen, die Softwareimplementierung und -bereitstellung deutlich zu beschleunigen. Dies ist wichtig für unsere Kunden, die eine flexible Zusammenarbeit schätzen und kurze Lieferzeiten für Software-Updates benötigen. Außerdem werden wir bereits Software entwickeln können, obgleich die Hardware noch nicht verfügbar ist“, erklärt Dr. Dirk Walliser, bei ZF für die zentrale Forschung und Entwicklung verantwortlich. ZF will so sein Know-how als Systementwickler für die Automobilindustrie mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit bei der Softwareentwicklung verbinden.

Microsoft kann damit einen weiteren Erfolg für sein Engagement im Automotive-Segment verzeichnen. Renault-Nissan-Mitsubishi vermeldete im Frühjahr 2019 die Nutzung der Azure-Plattform, Volkswagen im Februar dieses Jahres. Der japanische Autobauer Toyota gründete schon 2016 die Tochter Toyota Connected. Die arbeitet ebenfalls eng mit Microsoft zusammen. Der Software-Konzern hält gar fünf Prozent an dem Unternehmen und stellt mit Azure das Cloud-Rückgrat für die Toyota-Entwicklungen zu Connected Cars, IoT und Telematik.

„cubiX“

ZF demonstriert seine Vision von Software-Entwicklung auf der CES 2020 mit „cubiX“: Es handelt sich dabei um eine zentrale Software-Komponente, die auf Sensor-Informationen des gesamten Fahrzeugs zugreift und sie für eine optimierte Steuerung aktiver Systeme in Fahrwerk, Lenkung, Bremse und Antriebsstrang nutzt. Nach einem herstellerunabhängigen Ansatz wird „cubiX“ sowohl Komponenten von ZF als auch Komponenten von Drittanbietern unterstützen. „‘cubiX‘ schafft vernetzte Fahrwerkfunktionen dank Software. Durch die Verbindung mehrerer Fahrzeugsysteme wie der Elektrolenkung, der aktiven Hinterachslenkung, unserem aktiven Dämpfungssystem sMOTION, der Antriebsstrangsteuerung und der integrierten Bremssteuerung kann ‚cubiX‘ das Fahrverhalten zentral optimieren. Dies hebt nicht nur die Fahrzeugsteuerung auf ein neues Level, sondern kann damit auch die Sicherheit erhöhen – zum Beispiel bei ungünstigen Straßenverhältnissen oder in Notsituationen“, so Walliser. ZF plant erste Kundenprojekte im Jahr 2020 und wird „cubiX“ ab 2023 entweder als Teil eines Gesamtsystems oder auch als Software-Einzelkomponente anbieten.

CES 2020

ZF präsentiert auf der CES auch seine umfassenden Systeme für automatisiertes und autonomes Fahren, konkret das Zusammenspiel von Sensoren, Rechenleistung, Software und Aktoren.

Für Pkw ebnen die Level2+-Systeme den Weg zu einer sichereren und komfortableren individuellen Mobilität. Neue Lösungen wie Robo-Taxis können mit Level 4/5-Systemen von ZF sicher betrieben werden. Darüber hinaus sind die innovativen integrierten Sicherheitssysteme von ZF wie das Safe Human Interaction Cockpit zu sehen. Innovative Software, die künstliche Intelligenz für neue Funktionen nutzt, und weiterentwickelte Mobilitätsangebote werden ebenfalls vorgestellt.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial ZF Friedrichshafen AG

Autor: jst

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19.12.2019 14:17