31.07.2020 - 08:02

ZF stellt neue ADAS-Kamera vor

Die neue S-Cam 4.8 soll ein deutlich erweitertes Sichtfeld von 100 Grad für verbesserte teilautomatisierte Fahrfunktionen bieten. Gleichzeitig soll der Einsatz für das Notbremsen und Spurhalten verbessert worden sein. Die erste Produkteinführung erfährt das System in Nordamerika.

ZF Friedrichshafen bringt jetzt seine S-Cam Frontkamera in der Version 4.8 mit einem Sichtfeld von 100 Grad und mit verbesserter Bildverarbeitungstechnologie von Intels Tochterunternehmen Mobileye auf den Markt. Erstmals verbaut wird die S-Cam 4.8 im neuen Nissan Rogue in den USA.

Das neue horizontale Sichtfeld von 100 Grad sei ein wichtiger Schritt zur Erfüllung künftiger Sicherheitsvorschriften und für das Erlangen von Bestnoten bei Sicherheitsbewertungen, etwa von Euro NCAP (5 Sterne) oder IIHS („Top Safety Pick+“), heißt es von ZF dazu. Vorschriften und Bewertungen setzen inzwischen konsequent strengere Maßstäbe bei sicherheitsrelevanten Systemen und Funktionen an. Das Erhöhen des horizontalen Sichtfelds auf 100 Grad hilft vor allem in engen Kurven oder an Kreuzungen, da die Frontkamera damit zum Beispiel kreuzende Objekte noch früher identifizieren kann.

„Die S-Cam 4.8 bietet unseren Kunden die Möglichkeit, Funktionen wie das automatische Notbremsen für Fußgänger und Radfahrer weiter zu verbessern. Gleichzeitig verfügt sie über eine herausragende Systemleistung beim Erkennen und Halten von Fahrspuren“, erläutert Christophe Marnat, Leiter der ZF-Division Elektronik und Advanced Driver Assist Systems (ADAS). „Die S-Cam ermöglicht teilautomatisierte Fahrfunktionen für mehr Sicherheit und Komfort – etwa einen Autobahn- oder Stau-Assistenten. ZF bietet diese Technologien über das gesamte Spektrum der Pkw und Nutzfahrzeuge hinweg an.“

Mitdem Systempartner Mobileye entwirft, entwickelt und liefert ZF aktuelle Kamerasysteme, die auf dem EyeQ4-Prozessor des israelischen Startups basieren. Dessen Objekterkennungstechnologie soll effektiv zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Fahrradfahrer beitragen können. ZF integriert diese Technologie in seine S-Cam-Kamerafamilie, zu der mit der TriCam 4 auch das Modell mit drei Linsen zählt, das teilautomatisierte Fahrfunktionen unterstützt und mit einem Teleobjektiv für verbesserte Fernerkennungsleistung und einer Fischaugenlinse für verbesserte Nahbereichserfassung bei gleichzeitig breiterem Sichtfeld ausgestattet ist.

Im Bereich der Pkw will sich ZF in naher Zukunft auf Level 2 und Level 2+ Systeme konzentrieren, die Kameratechnologien wie die der S-Cam 4.8 oder der TriCam 4 nutzen. Außerdem vermeldet ZF die Markteinführung des kostengünstigen Level 2+ System „coASSIST“ noch für dieses Jahr. Es soll dann für deutlich unter 1.000 US-Dollar erhältlich sein und erstmals in einem Fahrzeug eines großen asiatischen Autobauers zum Einsatz kommen.

Autor: jst

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31.07.2020 08:48