18.09.2020 - 07:13

ZF: Digitale Assistenten für „Lademuffel“

Digitale Helfer von ZF unterstützen PHEV-Fahrer, möglichst oft elektrisch zu fahren. Der „ZF Zero Emission Zone Manager“ lässt in Null-Emissions-Gebieten nur elektrisches Fahren zu. Der „ZF eDriver Trainer“ motiviert PHEV-Fahrer dazu, überwiegend elektrisch zu fahren.

Die neueste Generation der Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (PHEV) können lokal emissionsfrei und sehr leise Fahren. Vorausgesetzt, so fahren so häufig wie möglich elektrisch. Es kommt neben der Technik daher stark auf die Person an, die das Fhrzeug steuert. Software soll das offenbar den „Lademuffeln“ leichter machen, wirklich elektrisch zu fahren und stressfrei zu laden. ZF implementiert dafür digitale Assistenten in sein EVplus-Demofahrzeug: Der „ZF Zero Emission Zone Manager“ lässt in Null-Emissions-Gebieten nur elektrisches Fahren zu. Der „ZF eDriver Trainer“ soll PHEV-Fahrende dazu motivieren, überwiegend elektrisch zu fahren.

„Damit die bereits heute verfügbaren Plug-in-Hybride mit großer elektrischer Reichweite sofort für weniger CO2-Emissionen im Straßenverkehr sorgen, sollten sie so häufig wie möglich geladen und vorwiegend rein elektrisch gefahren werden“, sagt Wolf-Henning Scheider, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG. „Mit unseren digitalen Assistenten unterstützen wir die PHEV-Fahrer dabei, möglichst viel elektrisch zu fahren. Über Geofencing können wir sicherstellen, dass Plug-in-Hybride in der Stadt und insbesondere in Null-Emissions-Gebieten auch tatsächlich elektrisch unterwegs sind. Andere Assistenten erleichtern das eigene elektrische Fahrverhalten zu ermitteln und zu verbessern.“

Der ZF Zero Emission Zone Manager schaltet automatisch in den reinen E-Modus, sobald das Fahrzeug in ein Null-Emissions-Gebiet oder in eine städtische Umweltzone einfährt. Geofencing macht es möglich. Dabei wird über GPS ein virtuell abgegrenztes Gebiet erfasst. Der fahrenden Person werden auf der Route liegende Umweltzonen im Navigationsdisplay angezeigt. Sobald sie in diese einfährt, wird sie über ein akustisches und optisches Signal darüber informiert, dass das Fahrzeug innerhalb der Zone nur noch rein elektrisch unterwegs sein wird. Das intelligente Energiemanagement des Hybridantriebs soll in Verbindung mit der Routenplanung des Navigationssystems dafür sorgen, dass genügend Energie für das Durchfahren der Null-Emissions-Gebiete zur Verfügung steht.

Neben den behördlich festgelegten Umweltzonen, die per Over-the-Air-Update stets auf dem neuesten Stand gehalten werden können, hat der PHEV-Nutzer im Zero Emission Zone Manager zusätzlich die Möglichkeit, selbst individuelle Null-Emissions-Gebiete zu erstellen. Dies können beispielsweise die eigene tägliche Pendelstrecke oder der Heimatort sein, die dann ebenfalls automatisch elektrisch und damit lokal emissionsfrei befahren werden. Denkbar sind solche individuellen E-Zonen auch für Unternehmen, um etwa rund um ihre Standorte den elektrischen Fahranteil von Pendlern mit PHEV zu erhöhen.

Der ZF eDriver Trainer motiviert Fahrerinnen und Fahrer dazu, den Plug-in-Hybriden regelmäßig zu laden und vorwiegend elektrisch zu nutzen. Kern der Funktion ist die volle Transparenz über das eigene Fahr- und Ladeverhalten: Wie hoch ist der elektrische Fahranteil? Wird der PHEV für das ermittelte Fahrprofil häufig genug geladen? Wie viel CO2 könnte noch eingespart werden? Wieviel Strom fließt im rein elektrischen Fahrbetrieb? Wieviel Bremsenergie wird über Rekuperation zurückgewonnen? Man erhält sämtliche Informationen und die damit verbundenen individuellen Empfehlungen für einen optimierten Fahrbetrieb und die Ladevorgänge in Echtzeit.

Um das Fahrverhalten des PHEV-Nutzers positiv zu beeinflussen, ist der eDriver Trainer an ein Prämienprogramm geknüpft. So erhalten besonders effiziente Fahrerinnen und Fahrer mit hohem elektrischen Fahranteil und effizienter Fahrweise im Hybridmodus Prämienpunkte, die sie etwa in kostenloses Laden oder kostenloses Parken umwandeln können. Nudging ist Bezug auf effizientes Fahren bei E-Autos bereits ein seit Jahren genutztes Tool, kennen Personen, die z.B. mit dem Nissan Leaf gefahren sind, seit langer Zeit.

Autor: jst

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