22.04.2021 - 08:38

ZF bringt autonomen Notbremsassistenten auf den Markt

Der Serienstart für zwei große chinesische Nutzfahrzeughersteller sei in Vorbereitung, heißt es vom Zulieferer. Dank Datenintegration in Verbindung mit hochmodernen Kamera- und Radarsensoren erkennt, bewertet und reagiert das System OnGuardMAX selbstständig auf fahrende und stehende Hindernisse wie Fahrzeuge, Motorräder, Fahrräder und Fußgänger.

ZF bereitet in China den Serienstart seines neuesten autonomen Notbrems-Assistenzsystems vor: OnGuardMax wird noch dieses Jahr in neuen Modelle führender chinesischer Hersteller verbaut. Dank anspruchsvoller Datenintegration in Verbindung mit hochmodernen Kamera- und Radarsensoren erkennt, bewertet und reagiert das System selbstständig auf fahrende und stehende Hindernisse wie Fahrzeuge, Motorräder, Fahrräder und Fußgänger. Es warnt FahrerInnen vor drohenden Kollisionen und kann das Fahrzeug notfalls autonom zum kompletten Stillstand bringen, heißt es seitens ZF. Dank Objekterkennung und der Fähigkeit zum autonomen Bremsen soll das System außerdem dazu beitragen, Unfälle mit FußgängerInnen zu vermeiden oder zu entschärfen.

„Die aktuellen Aufträge und der Serienstart unserer modernsten Technologien in China sind ein Beleg für die umfassenden Möglichkeiten, die der erweiterte ZF-Konzern nach der Übernahme von Wabco hat. OnGuardMax ist ein Komplettsystem von ZF, das den Dreiklang von ‚See – Think – Act‘ ermöglicht, es stärkt unsere Technologieführerschaft bei Lösungen für die Fahrerassistenz von Nutzfahrzeugen und autonomes Fahren weiter“, erklärt ZF-Vorstand Wilhelm Rehm, zuständig für Nutzfahrzeug- und Industrietechnik. „In kürzester Zeit nach der Akquisition von WABCO zeigt sich, dass unsere Strategie bereits Früchte trägt.“

Bei dem OnGuardMax-System greifen Sensortechnik, Software und Aktuatorik passgenau ineinander: Die Informationen eines hochmodernen Radarsensors und einer hochauflösenden Zwei-Linsen-Kamera analysiert ein leistungsfähiger Bildverarbeitungs-Prozessor. Die Steuerung erfolgt durch ZF-Software, die im Notfall auch das vom Konzern gelieferte Bremssystem aktiviert.

Im Logistik-Alltag soll das Gesamtsystem ein enormes Sicherheits-Plus bieten: Es kann demnach fahrende und stehende Fahrzeuge präzise erkennen (darunter andere Lkw, Pkw, Motorräder und Fahrräder) und FahrerInnen vor einem drohenden Zusammenprall warnen. Leitet die Fahrerin oder der Fahrer selbst keine geeigneten entgegenwirkenden Maßnahmen ein, initiiert OnGuardMax autonom eine Vollbremsung aus maximal 80 km/h bis zum Stillstand, um einen Aufprall noch zu verhindern. Das autonome Assistenzsystem identifiziert auch FußgängerInnen, etwa bei der Fahrt durch Innenstädte. ZF gibt an, dass OnGuardMax Kollisionen mit ihnen aus maximal 20 km/h ebenfalls durch autonome Bremsmanöver vermeiden helfen kann. Zudem bietet das ZF-System die Funktionen des LDW (Lane Departure Warning, Spurhalteassistent) und ACC (Adaptive Cruise Control, Abstandsregeltempomat).

Der Nutzen des ZF-Systems sei demnach vielfältig. Vor allem trage OnGuardMax zu mehr Verkehrssicherheit bei und könne damit auch unfallbedingte Reparaturkosten und Ausfallzeiten von Fahrzeugen reduzieren, heißt es in der Pressemitteilung zur Produktvorstellung. Das System soll sowohl routinierten als auch ungeübten FahrerInnen zusätzlich Sicherheit beim Fahren und Rangieren bieten.

„Im Nutzfahrzeugbereich hat die Einführung autonomer Fahrfunktionen ein besonders hohes Potenzial“, erläutert Rehm. „In diese Richtung werden auch weitere Entwicklungen von ZF weisen.“ So hatte der Konzern bereits in den Jahren 2018 und 2020 Konzepte für Rangierassistenten vorgestellt, die in abgeschlossenen Bereichen und auf Betriebshöfen die Effizienz erhöhen und damit helfen sollen, Kosten zu senken.

Autor: jst

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