13.07.2020 - 08:35

Warum sich Continental über das EU-Mobilitätspaket freut

Der Zulieferer Continental begrüßt die Verabschiedung des Mobilitätspakets I für die Europäischen Union. Das Paket wurde zuletzt durch das Parlament der Europäischen Union am 8. Juli bestätigt. Und siehe da, der Tachograph spielt dabei eine wichtige Rolle für Conti.

Denn der bei Continental als DTCO 4.1 bezeichnete intelligente Tacho der kommenden Generation soll der technologische Ermöglicher für die Umsetzung der Richtlinien sein, die das Mobilitätspaket I festschreibt. Es handelt sich dabei insbesondere um die Kabotage und die Entsenderichtlinie für Arbeitnehmer im Transportgewerbe. Per Satellitenpositionssystem werden die in den Nutzfahrzeugen verbauten Tachographen künftig auch Grenzübertritte erfassen. „Wir begrüßen sowohl die Nutzung des DTCO für die Kontrolle von Kabotage- und Entsenderichtlinie als auch die Erweiterung der Tachographenpflicht auf Nutzfahrzeuge zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen Gesamtgewicht im grenzüberschreitenden Verkehr“, sagt dazu Gilles Mabire, Leiter des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Services bei Continental.

Mehr Bedeutung für den Tacho

Die Entscheidung stärkt ganz klar die Rolle des Tachographen, glaubt man bei Conti. Denn der intelligente DTCO ist im Mobilitätspaket gesetzt und ermöglicht somit die Erreichung verkehrspolitischer Ziele, für die man vertrauenswürdige Daten aus dem Nutzfahrzeug benötige. Die Arbeiten an der kommenden Generation, dem DTCO 4.1, haben am traditionsreichen Sitz der Tachographenfertigung im Schwarzwald längst begonnen. „Wir haben die Arbeiten am Mobilitätspaket aufmerksam verfolgt und bereits Szenarien entworfen, wie wir die Erfassung der Grenzübertritte technologisch umsetzen können“, sagt Dirk Gandras, für die technologische Weiterentwicklung des Tachographen verantwortlicher Manager bei Continental. Die technologische Basis steht von den Vorgängergenerationen bereit: Auch der aktuelle DTCO 4.0 kann bereits Satellitensignale empfangen.

Das Galileo-Satellitensystem

Der DTCO 4.1 wird künftig via Satellitenortung Grenzübertritte registrieren. Diese Daten dienen den Behörden dazu, die Einhaltung der Bestimmungen insbesondere zum Marktzugang sowie zur Entsendung von Fahrern zu überprüfen. In diesem Zusammenhang ist der DTCO 4.1 eine der ersten industriellen Anwendungen überhaupt, die das europäische abgesicherte Galileo-Signal (OSNMA) unterstützen wird – zusätzlich zu den bereits genutzten Satellitensignalen wie GPS. Die Integration des sicheren Galileo-Signals haben die Ingenieure um Dirk Gandras in ihren Plänen für den DTCO 4.1 ebenfalls bereits berücksichtigt.

Autor: jst

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13.07.2020 08:13